"Chaos" bei der Polizei: Dieser süße Ermittler hilft jetzt bei der Aufklärung nach Bränden

Flensburg – Seit Dezember 2017 ist "Chaos" fester Bestandteil der Diensthundestaffel der Polizeidirektion Flensburg. Frauchen Sonja stellt den neuen, flauschigen Kollegen vor.

Frauchen Sonja trainiert fleißig mit Polizeihund "Chaos".
Frauchen Sonja trainiert fleißig mit Polizeihund "Chaos".  © Polizeidirektion Flensburg

Der dreijährige Schäferhund hatte im Dezember 2017 seine dreimonatige Grundausbildung mit einer Abschlussprüfung erfolgreich bestanden und sorgte vorerst als Schutzhund für Sicherheit und Ordnung.

Nun hat der Ermittler mit der feuchten Nase auch seine 10-wöchige Ausbildung zum Spezialhund erfolgreich hinter sich gebracht. Frauchen Sonja, die als Polizeimitarbeiterin in der Polizeidirektion Flensburg tätig ist, ist richtig stolz, dass der Rüde nun auch als Brandmittelspürhund eingesetzt werden kann.

"Ein Haufen Schutt und Asche ist oftmals das einzige, was nach einem Brand übrigbleibt. Um herauszufinden, ob ein Feuer absichtlich gelegt wurde, werden Brandmittelspürhunde eingesetzt", erklärt Sonja die neuen Aufgaben für "Chaos" nach der bestandenen Spezialhundeausbildung.

Spezialhunde sind in der Lage systematisch, schnell und flächendeckend Brandorte nach Rückständen von brennbaren Flüssigkeiten abzusuchen.

Spürnase im Spezialeinsatz

Das Zusammenspiel von Spürhund und Hundeführer(in) ist für das erfolgreiche Absuchen eines Brandorts offenbar sehr wichtig. Deshalb trainiere Sonja nun täglich, damit sie das Spürverhalten ihres Hundes einzuschätzen weiß.

Wesentlich für das Erkennen eines bestimmten Duftstoffes, der Hinweise auf eine Brandursache geben kann, sei vor allem das gezielte Training auf die entsprechenden Substanzen, erläutert die Polizeistelle in Flensburg. Dabei bediene sich die Hundeführerin des Spiel- und Beutetriebes des Hundes.

"Chaos" sei nun in der Lage durch sein außerordentliches Geruchsvermögen 15 bis 20 Minuten intensiv eine Fläche von 150qm bis zu 300 qm abzusuchen, bevor er eine Pause braucht. Danach könne er seine Arbeit sogar noch fünf bis siebenmal wiederholen.

Jetzt macht also ein tierischer Kollege wie "Chaos" Meldung, wenn er etwas entdeckt hat: Erschnüffelt er eine brennbare Flüssigkeit, gibt er an der Fundstelle Bescheid.

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