Chaos durch Baustellen auf der A4: Jetzt spricht der Minister zum Stau-Desaster

Dresden - Seit Wochen leiden Sachsens Autofahrer unter den Dauerstaus auf der A4. Kein Tag vergeht inzwischen ohne endlos anmutende Verkehrswarnungen im Radio.

A4: Stau wohin das Auge reicht.
A4: Stau wohin das Auge reicht.  © Eric Münch

Schuld sind zwei Megabaustellen zwischen Wilsdruff und Dresden. Dort genügt ein kleiner Auffahrunfall, und das heillose Chaos bricht aus. Die Kritik an Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (44, SPD) ist inzwischen so laut geworden, dass sich der Ressortchef Donnerstag genötigt sah, vor dem Landtag Rede und Antwort zu stehen.

Der Minister begann beschwichtigend: "Ich habe Verständnis für die Autofahrer, die Pendler, für die vom Stau betroffenen Anwohner. Selbst für den Lkw-Fahrer, der die Umgehung sucht."

Dann aber forderte er aber Verständnis von den Bürgern. Das Autobahnnetz in Sachsen müsse erhalten werden, so Dulig. Das ginge eben nur mit Baustellen. Aktuell sorgen die Arbeiten an der Saubachtalbrücke in Wilsdruff und die Fahrbahnerneuerung zwischen der Auffahrt Dresden-Altstadt und der Raststätte Dresdner Tor für den Ärger.

Verkehrsminister Martin Dulig (44, SPD).
Verkehrsminister Martin Dulig (44, SPD).  © Steffen Füssel

Torsten Herbst (44, FDP) kritisierte Duligs Problemmanagement und warf ihm "Einfallslosigkeit" vor. Herbst forderte Nachtbaustellen, er halte es für eine Ausrede, dass sich keine Baufirmen dafür finden lassen.

Minister Dulig kündigte Donnerstag den Ausbau der A4 auf acht (Richtung Nossen) respektive sechs (Richtung Burkau) Spuren an.

"Noch im Sommer" will er die Projekte beim Bund beantragen. Bis zur Umsetzung wird es dauern. Dulig: "Es wäre unseriös, sich auf eine Jahreszahl festzulegen."

Immerhin: Ein Ende der Staus an der Saubachtalbrücke scheint in Sicht. Ende Juni sollen die Arbeiten dort abgeschlossen sein. Bei der anderen Stau-Baustelle dauert's noch mindestens bis Oktober.


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