Chaos in Rom: 800 Migranten wehren sich gegen brutale Zwangsräumung

Polizisten setzen in Rom Wasserwerfer ein, um Flüchtlinge zu vertreiben. Die Polizei hat die Zwangsräumung von etwa 800 eritreischen und äthiopischen Flüchtlingen aus einem Gebäude begonnen, das seit 2013 besetzt ist.
Polizisten setzen in Rom Wasserwerfer ein, um Flüchtlinge zu vertreiben. Die Polizei hat die Zwangsräumung von etwa 800 eritreischen und äthiopischen Flüchtlingen aus einem Gebäude begonnen, das seit 2013 besetzt ist.  © Angelo Carconi/ANSA/AP/dpa

Rom - Chaos in Rom: Nach der Räumung eines von Migranten besetzten Hauses, ist es im Zentrum der Stadt zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen.

Mit Wasserwerfern versuchten die Einsatzkräfte die Lage am Donnerstag unter Kontrolle zu bekommen. Das Haus war seit Jahren von rund 800 Migranten besetzt. Einige von ihnen hausen seit Tagen auf einem Platz in der Nähe des Hauptbahnhofs.

Ärzte ohne Grenzen sprach von "wahlloser Gewalt", Verletzte würden versorgt. Es seien auch Schlagstöcke zum Einsatz gekommen.

Die Nachrichtenagentur Ansa berichtete unter Berufung auf die Polizei, dass Gasflaschen und Steine gegen Beamte geflogen seien. Der Einsatz sei zudem notwendig geworden, weil einige Migranten eine alternative Unterbringung der Stadt nicht akzeptiert hätten.

Das UN-Flüchtlingswerk UNHCR twitterte, dass auch Familien mit Kindern unter den Betroffenen seien. Augenzeugen berichteten, dass einige Besetzer an den Haaren gezogen und geschlagen worden seien.

Die Polizei hatte vergangenes Wochenende mit der Räumung begonnen, die von Menschenrechtsorganisationen scharf kritisiert wird. Viele Besetzer waren Flüchtlinge aus Eritrea und Äthiopien.

Das ehemalige Bürogebäude war im Oktober 2013 besetzt worden, 2015 ordnete ein Richter seine Räumung an.

Die Flüchtlinge wollen nicht so leicht aufgeben.
Die Flüchtlinge wollen nicht so leicht aufgeben.  © Angelo Carconi/ANSA/AP/dpa

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