Tochter geht shoppen: Jetzt sind ihre Eltern arm!

Die betrügerische Tochter gab die gesamten Ersparnisse der Eltern aus.
Die betrügerische Tochter gab die gesamten Ersparnisse der Eltern aus.  © 123rf.comn/bowie15

Chelmsford - Elizabeth und Terence Fordham haben ihr ganzes Leben lang gearbeitet. Dann wollten sie sich einen lang ersehnten Wunsch erfüllen: mit dem Wohnmobil durch Europa reisen. Sie verkauften ihr Haus und vertrauten die umgerechnet 200.000 Euro Ersparnisse ihrer Tochter Melissa H. (33) an. Ein fataler Fehler!

Das Paar hatte bereits 2006 sein Haus verkauft. Die Traumreise nahm 2010 ein abruptes Ende, weil sie plötzlich kein Geld mehr abheben konnten - die Kreditkarte der Fordhams war überzogen. Selbst für die Rückfahrt nach England mussten sie sich bei einem Verwandten Geld leihen.

Zu Hause dann der Schock: Ihre Tochter hatte nicht nur sämtliche Konten des Renterpaares leergeräumt und die Kreditkarten überreizt. Sie hatte sich auf die Namen der Eltern sogar noch weitere Kreditkarten beschafft, das berichtet "The Telegraph".

Am Freitag musste sich die 33-Jährige dafür vor dem Chelmsford Crown Court verantworten. Melissa H. gab Betrug in dreizehn Fällen zu. Alle hart erarbeiteten Ersparnisse ihrer Eltern waren weg - ausgegeben beim Shopping.

"Ihre Träume wurden durch diese Tat zerschmettert. Sie wurden in einer schrecklichen finanziellen Situation zurückgelassen", sagte der Anwalt des Paares, Barry Hargreaves, vor Gericht.

Verteidiger Steven Levy forderte eine achtwöchige Verhandlungspause. Er will ein Gutachten über den psychischen Zustand von Melissa H. anfertigen lassen. Begründung: Dass die Eltern ihre Tochter so lange allein gelassen haben, hätte enorme psychische Folgen für seine Mandantin gehabt. Unter der Trennung habe sie gelitten.

Das Urteil soll im November gesprochen werden. Bis dahin bleibt Melissa H. in Gewahrsam der Polizei. Damit sie nicht abhaut, wurde ihr Reisepass eingezogen.

Titelfoto: 123rf.com/bowie15/Katarzyna Białasiewicz


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