Chemie Leipzig verliert gegen Spitzenreiter und rutscht weiter ab

Leipzig - Regionalliga-Aufsteiger Chemie Leipzig hat die zweite Heimpleite der noch jungen Saison kassiert. Die BSG unterlag am Samstagnachmittag dem Tabellenführer Hertha BSC II mit 1:3 (0:2) und rutschte damit weiter in den Keller. Für die Berliner Tormaschine trafen vor 3045 Zuschauern Muhammed Kiprit (15./90.) und Palko Dardai (25.), die Platz eins damit verteidigte. Die Leutzscher belohnten sich für eine deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit nicht mehr, Tomas Petracek gelang lediglich der zwischenzeitliche Anschluss (86.).

Stürmer Tomas Petracek, der seine beiden Ligatore daheim erzielte, war auch diesmal erfolgreich, konnte die Pleite aber nicht verhindern.
Stürmer Tomas Petracek, der seine beiden Ligatore daheim erzielte, war auch diesmal erfolgreich, konnte die Pleite aber nicht verhindern.  © imago images/Beautiful Sports

Nur ein Gegentor kassierte der Wiederaufsteiger aus dem Leipziger Westen in den ersten vier Spielen, blieb in all diesen Partien ungeschlagen, gewann aber auch keine einzige. Nach dem 1:4 gegen Fürstenwalde folgte der erste Sieg, ein 2:0 gegen Mitaufsteiger SV Lichtenberg.

Doch zuletzt waren die Grün-Weißen wieder anfälliger in der Abwehr, spielten 3:3 in Halberstadt und verloren knapp 2:3 bei Spitzenteam Altglienicke. Und auch am Samstag sollte Benjamin Bellot mehrfach hinter sich greifen müssen.

Zu Beginn der Begegnung hatte die BSG die Hertha-Bubis gut im Griff, hielt Angriffe vom eigenen Kasten weg. Doch nach einer Viertelstunde schlug die beste Offensive der Liga im AKS zu: Chemie verlor den Ball bei eigenem Konter, Kiprit schnappte ihn sich und schob nah an der Torauslinie zum 1:0 für die Gäste ein (15.).

Chemie hatte mehrfach aussichtsreiche Gelegenheiten durch Standards, nutzte diese aber nicht. Auch bei Kontern war meistens vor dem gegnerischen Strafraum Schluss. Und so war es wieder das Team von Zecke Neuendorf, die zuschlug.

Nach einem Hertha-Freistoß bekam Palko Dardai den Ball, ließ noch einen Gegenspieler stehen und ließ dann Bellot keine Chance - 0:2 (25.), das zweite Saisontor von Pal Dardais Sohn. Danach versuchte es Benjamin Boltze nach Vorlage von Raffael Cvijetkovic volley vom Sechzehner, doch der Versuch flog übers Tor (26.).

Hertha-Bubis bauen Führung aus - Wilde Schlussphase

Das 2:0 für Herthas Frischlinge: Maximilian Pronichev (2.v.r.) klatscht mit Torschütze Palko Dardai, dem Sohn von Pal Dardai, ab.
Das 2:0 für Herthas Frischlinge: Maximilian Pronichev (2.v.r.) klatscht mit Torschütze Palko Dardai, dem Sohn von Pal Dardai, ab.  © imago images/Beautiful Sports

Die Hausherren hatten sogar noch Glück, dass sie zur Halbzeit nicht noch höher zurücklagen. Der Wille war da, an der Ausführung haperte es aber bei der Jagativ-Elf.

Und die BSG kam gut aus der Kabine!

Der Angreifer dribbelte wie so oft vom linken Flügel nach innen, sein Schuss klatschte aber nur an den langen Pfosten (47.). Und es ging so weiter: Der eingewechselte Max Keßler flog zunächst an einer Bury-Flanke vorbei, ehe Bury im Alleingang am Kasten vorbeischoss (55.).

Das AKS wurde lauter und lauter, die Chancen mehr und mehr. Erst konnte BSC-Torhüter Denis Smarsch eine gefährliche Flanke von Manuel Wajer zur Ecke klären, bei dieser Bury am kurzen Pfosten den Ball fast reingespitzelt hätte. Aber eben nur fast (67.).

20 Minuten vor dem Ende gab Vedad Ibisevics Cousin Elvir Ibisevic sein Pflichtspieldebüt für die BSG. In einem Test gegen Böhlen traf er bereits dreifach. Gegen Hertha sollte ihm kein weiterer Treffer gelingen.

Dann wurde es noch mal wild! Nachdem Tomas Petracek in der 86. Minute noch verkürzen konnte, gab es zwei Minuten später Elfmeter für die Gäste und glatt Rot gegen Stefan Karau. Kiprit lief an und traf sicher zum 1:3-Endstand (89.). Es war schon sein achter Treffer im sechsten Ligaspiel.

Chemie hat schon den nächsten Brocken vor der Brust, trifft am Sonntag des nächsten Wochenendes auswärts auf Rot-Weiß Erfurt. Anpfiff im Steigerwaldstadion ist wieder 13.30 Uhr.

Sachsenpokal terminiert

Nach der Auslosung der 3. Runde des Sachsenpokals steht nun auch der genaue Termin fest. Chemie Leipzig trifft demnach am 12. Oktober ab 14 Uhr auswärts auf Budissa Bautzen. Der FSV spielt nach dem Regionalliga-Abstieg freiwillig in der Landesliga, obwohl sie die Berechtigung für die Oberliga hatten.

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