Begeisterung in Jena! Nobelpreis für gebürtigen Thüringer

Jena - Die Verleihung des Chemie-Nobelpreises an den gebürtigen Jenenser John Goodenough ist in Thüringen begeistert aufgenommen worden.

John Goodenough, nachdem er zum Nobelpreisträger ernannt wurde.
John Goodenough, nachdem er zum Nobelpreisträger ernannt wurde.  © DPA

"Thüringen und insbesondere die Stadt Jena freut sich mit John Goodenough über diese höchste Anerkennung, die ein Chemiker für seine Arbeit erhalten kann", sagte Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD).

Ein kleiner Schimmer des Glanzes falle vom Miterfinder des Lithium-Ionen-Akkus nun auch auf die thüringische Technologiehochburg. Die Universität Jena, die dem US-Amerikaner 2018 "für seine herausragenden und bahnbrechenden wissenschaftlichen Arbeiten" die Ehrendoktorwürde verlieh, gratulierte ebenfalls zu der Auszeichnung.

Die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften hatte zuvor den drei Forschern John Goodenough, Stanley Whittingham und Akira Yoshino den Nobelpreis für Chemie zugesprochen. Damit werden deren Verdienste für die Entwicklung besonders leistungsfähiger Batterien gewürdigt. Sie seien entscheidend an der Entstehung von Lithium-Ionen-Batterien beteiligt gewesen, hieß es.

Goodenough wurde 1922 in Jena als Sohn US-amerikanischer Eltern geboren und arbeitet an der University of Texas in Austin. Die Chemiker der Jenaer Universität stünden bis heute mit ihm in wissenschaftlichem Austausch, betonte der Direktor des Zentrums für Energie und Umweltchemie (CEEC), Ulrich Schubert. So sei der Preis für sie Ansporn, "mit größtem Eifer umweltfreundlichere Batterien zu entwickeln".

"Auch wenn Jena und Thüringen heute eher für alternative Ansätze in der Batterieforschung stehen: Das Thema Batterieforschung ist jedenfalls untrennbar mit dem Geburtsort John Goodenoughs verbunden", konstatierte Wissenschaftsminister Tiefensee.

Am CEEC werde an neuen, effizienteren Energiespeichern ohne umweltschädliche Bestandteile wie Lithium geforscht. Ziel sei es, Thüringen zu einem führenden Standort der Forschung und Produktion von Batterien in Deutschland zu machen.

Titelfoto: DPA

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