Autofahrer werden zu Helden: Audi nach Irrfahrt auf A72 gestoppt

Chemnitz - Durch ihren beherzten Einsatz haben mehrere Autofahrer auf der A72 bei Chemnitz ein schwereres Unglück verhindert.

Auf der A72 im Bereich Chemnitz-Süd fuhr ein Audi in Schlangenlinien und baute mehrere Unfälle. (Archivbild)
Auf der A72 im Bereich Chemnitz-Süd fuhr ein Audi in Schlangenlinien und baute mehrere Unfälle. (Archivbild)  © Harry Härtel/Haertelpress

Was war passiert? Am Dienstagnachmittag fiel ein Audi auf der Autobahn auf, der an der Anschlussstelle Chemnitz-Süd über mehrere hundert Meter die linke Leitplanke streifte. Anschließend fuhr der Audi über alle Spuren bis zum Standstreifen, bremste immer wieder abrupt und beschleunigte dann wieder.

"Auf einer Länge von etwa fünf Kilometern kollidierte der in Schlangenlinie fahrende Audi auch wiederholt mit der rechten Leitplanke", teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Drei Autofahrer, denen die Fahrweise des Audis aufgefallen war, versuchten den Fahrer mit Handzeichen zum Anhalten zu bewegen. Einer der Fahrer setzte sich mit seinem Auto vor den Audi, um diesem abzubremsen.

"Die anderen beiden Verkehrsteilnehmer hielten wiederum mit ihren Pkw den nachfolgenden Verkehr durch entsprechendes Abbremsen auf Abstand", so ein Polizeisprecher.

Der Audi-Fahrer stoppte erst nach dem dritten Unfall. Wie sich herausstellte, hatte der Fahrer (69) gesundheitliche Probleme. Ein Lasterfahrer blockierte mit seinem Sattelschlepper kurzzeitig die Fahrstreifen, so dass der Audi-Fahrer von den Ersthelfern gefahrlos aus seinem Auto befreit werden konnte. Er kam ins Krankenhaus.

Weitere Verletzte gab es glücklicherweise nicht. An dem Audi entstand ein Schaden von rund 25.000 Euro.

Titelfoto: Harry Härtel/Haertelpress

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