Ab 2018 will die Stadt Garagen-Pächter zur Kasse bitten

Was kommt auf 11.200 Garagen-Pächter wie an der Straße Usti nad Labem zu? Die Pacht soll drastisch steigen.
Was kommt auf 11.200 Garagen-Pächter wie an der Straße Usti nad Labem zu? Die Pacht soll drastisch steigen.  © Maik Börner

Chemnitz - Trostpflaster für Garagenbesitzer: Die vom Rathaus vorangetriebene Pacht-Erhöhung soll wohl doch nicht ganz so kräftig ausfallen wie geplant. SPD und Linke treten auf die Bremse.

Baubürgermeister Michael Stötzer (44, Grüne) will ab Januar 2018 von rund 11.200 Garagenbesitzern 140 Euro pro Jahr kassieren (TAG24 berichtete). Bislang beträgt die jährliche Garagenpacht 62 Euro. Die neue Summe, so Stötzer, sei von einem Gutachterausschuss ermittelt worden.

Zu viel, finden SPD und Linke. Eine Erhöhung auf 140 Euro sei problematisch, sagen die Fraktionsvorsitzenden Susanne Schaper (39, Linke) und Detlef Müller (52, SPD). Eine Pacht von 80 Euro sei dagegen angemessen.

Anderes Problem: "Zunehmend werden Garagen von einzelnen Personen und Firmen erworben, um diese dann teuer unterzuvermieten", so Schaper und Müller. "Damit wird der Wille des Stadtrates, die Garagengemeinschaften nicht zu privatisieren, schrittweise umgangen."

Der Stadtrat entscheidet am 14. Juni über das neue Garagenkonzept.

Die Stadt will 140 Euro, SPD und Linke 80 Euro Garagen-Pacht im Jahr, so Susanne Schaper (39, Linke).
Die Stadt will 140 Euro, SPD und Linke 80 Euro Garagen-Pacht im Jahr, so Susanne Schaper (39, Linke).  © Harry Härtel/Haertelpress

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