Wie geht es mit diesem Chemnitzer Kulturdenkmal weiter?

Chemnitz - Auch wenn der Abriss des Hauses an der Annaberger Straße 110 in Chemnitz (TAG24 berichtete) vorerst gestoppt ist - wie es mit dem Denkmal weitergeht, ist offen.

Abriss oder Wiederauferstehung: Wie es mit dem maroden Kulturdenkmal an der Annaberger Straße weitergeht, ist völlig offen.
Abriss oder Wiederauferstehung: Wie es mit dem maroden Kulturdenkmal an der Annaberger Straße weitergeht, ist völlig offen.  © Klaus Jedlicka

Wer hat den desolaten Zustand verzapft? Der Freistaat Sachsen als langjähriger Eigentümer der Immobilie weist jegliche Schuld von sich: Rund 49.000 Euro steckte das Land von 2001 bis 2016 in "alle notwendigen Verkehrssicherungs- und Gefahrenabwehrmaßnahmen", ergab eine Kleine Anfrage der Chemnitzer Landtagsabgeordneten Petra Zais (60, Grüne), die aber meint: "Der Freistaat hat als Besitzer des Kulturdenkmals komplett versagt."

Sachsen entgegnet: Zu mehr sei der Freistaat nicht verpflichtet gewesen. Die Immobilie sei zur "Erfüllung von staatlichen Aufgaben entbehrlich". Sachsen hatte das Haus 1999 geerbt. Das verfiel und droht nun einzustürzen. Deshalb ordnete das Rathaus den Abriss an. Dagegen liefen Stadträte Sturm: "Es wäre verheerend, nach fast 200 abgerissenen Baudenkmälern seit 2000 auch dieses Haus zu verlieren", so Lars Fassmann (40, Piraten).

Mittlerweile hat die Immobilie erneut den Eigentümer gewechselt. Was der damit vorhat, ist noch unklar.

Grünen-Abgeordnete Petra Zais (60): "Der Freistaat hat versagt."
Grünen-Abgeordnete Petra Zais (60): "Der Freistaat hat versagt."  © DPA

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0