Braucht Chemnitz einen Seniorenbeauftragten?

Chemnitz - Chemnitz braucht einen hauptamtlichen Seniorenbeauftragten - findet die AfD-Fraktion angesichts von rund 87.000 Einwohnern, die älter als 60 Jahre sind. Einen entsprechenden Antrag will die Fraktion auf der nächsten Stadtratssitzung am 25. März einreichen.

Der Anteil an Senioren in Chemnitz wächst.
Der Anteil an Senioren in Chemnitz wächst.  © dpa/Stephan Scheuer

AfD-Stadtrat Günter Steuer (76), der auch im Seniorenbeirat sitzt, fordert: "Der Beauftragte soll Ansprechpartner für ältere Einwohner sein und ihre Interessen gegenüber Stadtrat und Verwaltung vertreten."

Dieselbe Idee hatte die FDP bereits 2007, fand damals im Stadtrat keine Mehrheit. Rückenwind für den aktuellen AfD-Antrag soll es von der FDP trotzdem nicht geben.

"Prinzipiell hat sich für uns die Zeit ein wenig verändert. Wir sehen weniger Sinn darin, einzelne Interessengruppen durch entsprechende Beauftragte zu repräsentieren", begründet Fraktions-Chef Jens Kieselstein (39).

Vielmehr gebe es viele Schnittmengen mit Bedürfnissen von Behinderten oder allen Chemnitzern.

"Eher sollte man die Kompetenzen in diesem Bereich an einer zentralen Stelle bündeln. Eine Möglichkeit wäre, das Tätigkeitsfeld der Behindertenbeauftragten der Stadt zu erweitern", so Kieselstein.

AfD-Stadtrat Günter Steuer (76) fordert einen Seniorenbeauftragten für Chemnitz.
AfD-Stadtrat Günter Steuer (76) fordert einen Seniorenbeauftragten für Chemnitz.  © Harry Härtel/Haertelpress

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