Erfinder des Trockenbaus bekommt ein filmisches Denkmal

Chemnitz - Späte Ehrung für den talentiertesten Baumeister von Altenhain: Kameramann Michael Teuchert (53) setzt Christian Friedrich Uhlig (1771-1848) ein filmisches Denkmal.

Michael Teuchert (53) lässt Synchronsprecher Olaf Baden (62) die Geschichte von Baumeister Uhlig erzählen.
Michael Teuchert (53) lässt Synchronsprecher Olaf Baden (62) die Geschichte von Baumeister Uhlig erzählen.  © Sven Gleisberg

Teuchert: "Der halbstündige Film ist eine Doku mit einzelnen Spielfilmszenen." Kleinolbersdorfer schlüpften dafür in historische Kostüme, stellten Bauberatung, Alltag und Sterbeszene des einst in der Region hochgeachteten Handwerkers nach, der Fabriken, Schulen, Brücken und Kirchen wie am Fließband gebaut hatte.

"Er modernisierte die Bauweise seiner Zeit. Einzel-Komponenten wurden in der Werkstatt vorgefertigt und auf der Baustelle zusammengesetzt", so der Filmemacher.

Die Geschichte des innovativen Baumeisters, der nie studiert hat, erzählt eine der prominentesten TV-Stimmen: Synchronsprecher Olaf Baden (62) - Off-Stimme des ARD-Politmagazins "Fakt", etlicher Dokumentationen ("37 Grad") und Werbe-Stimme der Deutschen Bank.

Für den gebürtigen Annaberger eine Herzenssache: "Zu zeigen, mit wie viel Sachverstand und Sorgfalt Uhlig arbeitete, wie er Kirchen in die Landschaft einbettete, ist beispielgebend für deutsche Handwerkstradition, auf die zu besinnen sich lohnt."

Der Film wird erstmals zur Festveranstaltung zu Uhligs 170. Todestag am 9. August gezeigt. Danach schickt Teuchert seine Doku auf Reisen: "Zahlreiche Orte und Vereine haben Interesse angemeldet, in denen Uhlig-Bauwerke erhalten sind."

Titelfoto: Sven Gleisberg