Er sorgte schon in London für Ärger: Serien-Einbrecher muss hinter Gitter

Chemnitz - Die Spur seiner Taten zieht sich quer durch Europa: Montag musste Alvydas V. (31) in Chemnitz vors Amtsgericht. Im Gepäck: 35 Vorstrafen, meist wegen Einbruch und Diebstahl, sowie neue Vorwürfe.

Alvydas V. (31) hat eigentlich Parkettleger gelernt - in den letzten zwölf Jahren war er aber meist als Einbrecher unterwegs.
Alvydas V. (31) hat eigentlich Parkettleger gelernt - in den letzten zwölf Jahren war er aber meist als Einbrecher unterwegs.  © Härtelpress

Diesmal ging es um drei Taten in Chemnitz. In der Johann-von-Zimmermann-Straße knackte er eine Wohnung, erbeutete unter anderem einen Laptop und eine Playstation.

In einem Keller an der Stiftsstraße packte er Werkzeug ein, an der Gießerstraße räumte er einen Fernseher aus der Abstellkammer. Sein Verteidiger Uwe Lang (61) machte es gestern kurz: "Er hat die Taten begangen. Das Motiv war seine Drogensucht." Zwei Mal schnappte ihn die Polizei auf frischer Tat.

Der Litauer treibt seit 2006 sein Unwesen in Deutschland, zwischenzeitlich sammelte er auch in England diverse Verurteilungen. 2015 kam er zurück, erst nach Berlin, später dann in die Hände einer obskuren Kirchgemeinde auf dem Sonnenberg.

Die bietet eigenständigen Drogenentzug an - bei Alvydas V. ohne Erfolg: "Ich kann mich an einige Einbrüche nicht erinnern, weil ich unter Drogen stand." Nach eigenen Angaben ist er seit seinem 13. Lebensjahr abhängig.

Das Amtsgericht bildete gestern mit einer früheren Verurteilung ein Gesamturteil, verknackte den Serien-Einbrecher zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung.


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