Macheten-Mann jammert vor Gericht

Der Tunesier hatte 2015 mit einem Schwert vorm Netto-Markt für Angst und Schrecken gesorgt.
Der Tunesier hatte 2015 mit einem Schwert vorm Netto-Markt für Angst und Schrecken gesorgt.  © Jan Härtel

Chemnitz - Als "Macheten-Mann" wurde Fahri A. (25) bekannt: Der Tunesier hatte 2015 mit einem Schwert vorm Netto-Markt für Angst und Schrecken gesorgt (TAG24 berichtete). Am Donnerstag musste er vors Chemnitzer Amtsgericht. Angeklagt war schwerer Raub.

Erst beleidigte er die Mutter eines Fotografen unter der Gürtellinie, dann zeigte er grinsend den Mittelfinger - die "Bühne Gericht" nutzt der Tunesier gern. Am Donnerstag ging es um einen Überfall in einem Linienbus: Fahri A. soll dort gemeinsam mit einem Komplizen einen Chemnitzer in der Linie 21 ausgeraubt haben. Die Beute: 110 Euro Bargeld. Zu Prozessbeginn weigerte sich der Angeklagte, seine Daten anzugeben: "Sie kennen mich doch." Wenig später beklagte er sich dann über Bauchschmerzen. Und: Seine Anreise in einem Sammeltransport aus einem Berliner Knast wäre für ihn unzumutbar, er forderte einen Einzeltransport.

Weil wichtige Zeugen fehlten, wurde der Prozess auf den 15. Mai vertagt. Damit war aber immer noch keine Ruhe: Kurz vor der Abreise aus Chemnitz mussten Sanitäter in die Haftzelle des Gerichts, verabreichten dem weiterhin jammernden Angeklagten ein paar Tabletten gegen sein Unwohlsein.

Fahri A. (25) grüßte am Donnerstag putzmunter mit dem Mittelfinger. Wenig später klagte er über Unwohlsein.
Fahri A. (25) grüßte am Donnerstag putzmunter mit dem Mittelfinger. Wenig später klagte er über Unwohlsein.  © Härtelpress