Stach er aus Eifersucht zwei Nebenbuhler nieder?

Der Angeklagte Klajdi S. (19) versteckte sich gestern hinter einem Aktenordner.
Der Angeklagte Klajdi S. (19) versteckte sich gestern hinter einem Aktenordner.

Von Ronny Licht

Chemnitz - Es begann als fröhliche Grillparty - und endete in einer blutigen Messerstecherei. Weil der Albaner Klajdi S. (19) im September 2015 aus Eifersucht zwei Tunesier schwer verletzt haben soll, steht er seit gestern vorm Chemnitzer Landgericht.

Ein Donnerstagabend an der Lützowstraße: Gemeinsam mit deutschen Freundinnen feiern Tunesier in einem Hinterhof das muslimische Opferfest. Plötzlich taucht eine Gruppe Albaner auf.

Seit Wochen gibt es zwischen den Gangs Streit um ein Mädchen - jetzt eskalierte die Eifersüchtelei. Zeugin Emily W. (18): "Es klirrten Flaschen, ich sah Blut." Am Ende liegen zwei Männer, Omar C. (24) und Marwen Z. (25), mit schweren Stichverletzungen am Boden. Die Albaner flüchten.

Nancy K. (30) und ihr Freund Felix R. (23) fahren in dem Moment mit dem Auto vorbei: "Wir haben die Polizei gerufen, danach die Verletzten versorgt." Omar C. kann nur durch eine Not-OP gerettet werden, auch Marwen Z. muss schwer verletzt ins Krankenhaus.

Die Polizei nimmt wenig später im benachbarten Asylheim Klajdi S. fest. Zeugen hatten ihn an seiner rot-schwarzen Jacke erkannt. Als Tatwaffe sichern die Beamten ein Küchenmesser.

Der Angeklagte schwieg am Dienstag, will am Donnerstag aussagen. Er sitzt seit der Tat in Untersuchungshaft, ihm drohen bis zu zehn Jahre Knast.

Rettungswagen und Polizei rückten am 25. September 2015 in der Lützowstraße an.
Rettungswagen und Polizei rückten am 25. September 2015 in der Lützowstraße an.

Fotos: Haertelpress


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