Mieter hat Anspruch auf aufgeschlüsselte Betriebskosten-Abrechnung

Chemnitz - Mieter können bestimmte Posten ihrer Betriebskostenabrechnung steuerlich geltend machen.

Das Amtgsericht Chemnitz hat jetzt diese Entscheidung zugunsten der Mieter getroffen.
Das Amtgsericht Chemnitz hat jetzt diese Entscheidung zugunsten der Mieter getroffen.  © Sven Gleisberg

Deshalb müssen Vermieter die Ausgaben auch entsprechend aufschlüsseln, stellte das Amtsgericht Chemnitz fest (Az.: 20 C 168/18), wie die Zeitschrift "Wohnungswirtschaft und Mietrecht" (11/2018) des Deutschen Mieterbundes (DMB) berichtet. Diese Auflistung muss dem Mieter kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Die Begründung des Gerichts: Die Kosten könnten beim Finanzamt nur geltend gemacht werden, wenn sie in der Betriebskostenabrechnung aufgelistet werden. Fehlt die Auflistung, wird der Mieter dementsprechend daran gehindert, seine Rechte als Steuerzahler wahrzunehmen.

Der durch die Aufgliederung entstehende Mehraufwand müsse vom Vermieter getragen werden. Es handele sich dabei jedenfalls nicht um umlagefähige Verwaltungskosten

Bestimmte Posten in der Betriebskostenabrechnung können beim Finanzamt geltend gemacht werden. (Symbolbild)
Bestimmte Posten in der Betriebskostenabrechnung können beim Finanzamt geltend gemacht werden. (Symbolbild)  © DPA

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