Hecke brannte fünfmal: Arbeitsloser Fleischer zündelte im Suff

Chemnitz - Sobald er Alkohol trank, kam er auf die verrücktesten Ideen: Gleich mehrfach setzte Gert Klaus Z. (49) aus Lauter-Bernsbach die Hecke seiner Nachbarschaft in Brand! Selbst seine eigenen Sträucher zündete er im Suff an. Außerdem fuhr er ohne Führerschein und beging Fahrerflucht.

Wird unter Alkohol-Einfluss unberechenbar: Gert Klaus Z. (49) aus Lauter-Bernsbach.
Wird unter Alkohol-Einfluss unberechenbar: Gert Klaus Z. (49) aus Lauter-Bernsbach.  © Harry Härtel/Haertelpress

Während der Straftaten zwischen Juni und August 2018 war Z. stets im Alkohol-Rausch. "Ich trank fünf, sechs Flaschen Bier und einen halben Liter 'Klaren' täglich."

Grund war die Pflegebedürftigkeit seiner Mutter und ihr späterer Tod. Seit einigen Wochen sei er aber abstinent, besuchte Entzugskliniken.

Im Juni 2018 war er vom Nüchternsein noch weit entfernt:

Fünfmal zündelte er mit einem Feuerzeug auf dem Nachbargrundstück und in seinem eigenen in der Rosa-Luxemburg-Straße. Laut Anklage am Amtsgericht Chemnitz verwendete er unter anderem eine "Leimtube" und "selbst gebastelte Brandvorrichtungen".

Bei Nachbar Lutz R. brannten Hecke, Baum und Müllsack. "Ich kann mir das im Nachhinein nicht erklären", so Z.

Da eine Schuldunfähigkeit bei den meisten Taten nicht auszuschließen ist, kam der arbeitslose Fleischer mit 1500 Euro Geldstrafe und drei Jahren auf Bewährung davon.

Zudem muss er regelmäßig seine Abstinenz nachweisen und die Entwöhnungsbehandlung fortsetzen.

Titelfoto: Harry Härtel/Haertelpress

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