OP zu teuer: Schwer kranker Welpe ins Tierheim abgeschoben

Chemnitz/Annaberg - Erst ein kleiner Schäferhund, nun ein erst Wochen junger Rottweiler-Welpe: Beide Haustiere sind schwer verletzt, beide müssen operiert werden und beide wurden von ihren Besitzern im Tierheim abgegeben. Weil sie die OP-Kosten nicht tragen konnten oder wollten.

Der kleine Rottweiler-Welpe hat noch keinen Namen, dafür aber leider einen Oberschenkelhalsbruch.
Der kleine Rottweiler-Welpe hat noch keinen Namen, dafür aber leider einen Oberschenkelhalsbruch.  © Facebook/Tierheim Annaberg

"Der kleine Rottweiler hat einen Oberschenkelbruch und sollte eingeschläfert werden, da dem Besitzer die Operation zu teuer war", schreiben die Verantwortlichen des Annaberger Tierheims auf ihrer Seite. Sie wurden von der Tierklinik eingeschaltet, als den Besitzern des Welpen klar wurde, wie teuer eine Operation wird.

"Auch wir können so ein Verhalten nicht verstehen, aber die Wut raubt uns nur Kraft, die wir woanders brauchen und hilft dem kleinen Schatz nicht weiter." Dank das emotionalen Aufrufs im Netz kamen die rund 800 Euro für die rettende OP schnell zusammen.

Das Ganze erinnert an den Fall von Janosch: Der Schäferhund (1) sprang bei seinen Besitzern aus einem Fenster im dritten Stock, verletzte sich schwer. Auch seine Besitzer konnten oder wollten die bis zu 1 200 Euro Behandlungskosten nicht aufbringen und brachten ihren Vierbeiner stattdessen ins Chemnitzer Tierheim.

Janosch habe sich zwar gut entwickelt. "Aber bitte weiterhin fleißig spenden", sagt Anne Schilling (30). "Damit wir Janoschs Behandlung komplett bezahlen können."

Anne Schilling (30) vom Tierheim Chemnitz mit Janosch, dessen Besitzern die OP wohl zu teuer war.
Anne Schilling (30) vom Tierheim Chemnitz mit Janosch, dessen Besitzern die OP wohl zu teuer war.  © Peter Zschage

Titelfoto: Peter Zschage, Facebook/Tierheim Annaberg


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