Anschlag auf Asylheim war versuchte Brandstiftung

Michel Erik A. (32, l.), Anja S. (37, 2. v.l.), Christin S. (31, 3.v.r.) und Steffen T. (31, r.) vor Gericht. Die Vier verübten einen Brandanschlag  auf ein Asylheim.
Michel Erik A. (32, l.), Anja S. (37, 2. v.l.), Christin S. (31, 3.v.r.) und Steffen T. (31, r.) vor Gericht. Die Vier verübten einen Brandanschlag auf ein Asylheim.  © Harry Härtel/Haertelpress

Chemnitz - Was als Weihnachtsfeier begann, endete mit einem Brandanschlag.

Am frühen Morgen des 26. Dezember 2015 warfen Steffen T. (31), Christin S. (31), Anja S. (37) und Michael Erik A. (32) Molotow-Cocktails auf ein geplantes Asylheim im Schlettauer Ortsteil Dörfel. Gestern fielen am Chemnitzer Amtsgericht die Urteile.

Angeklagt waren die Vier wegen schwerer Brandstiftung. Nachweisen konnte das Gericht am Ende nur den Versuch der Brandstiftung.

Als Haupttäter erwies sich Steffen T. Er hatte den Plan, besorgte das Benzin und fuhr die Truppe zum Tatort. Strafmildernd wirkte sich unter anderem sein Geständnis aus. Nicht zuletzt wegen seiner zahlreichen Vorstrafen muss er zwei Jahre und drei Monate hinter Gitter.

Seine Komplizen kamen mit Bewährungsstrafen zwischen einem und anderthalb Jahr davon. Beim Urteil stützte sich das Gericht auf die Aussage von Christin S. - diese war glaubhaftesten. Wer welchen Anteil an der Tat hatte, konnte bis zum Schluss nicht eindeutig geklärt werden.

Richterin Anika Schypulla sah den Anschlag als Gemeinschaftstat: "Von Anfang an war allen klar, was sie da tun." Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Titelfoto: Harry Härtel/Haertelpress


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