Wenn ein Filou ins Seniorenheim kommt ...

Der Magyar Vizsla Filou lässt isch von Heimbewohnerin Hildegard Hoffleuchter streicheln
Der Magyar Vizsla Filou lässt isch von Heimbewohnerin Hildegard Hoffleuchter streicheln

Von Mandy Schneider

Chemnitz - Eine schnuppernde Nase, die sacht gegen eine Hand stupst, kann glücklich machen. Diese Erfahrung machen Olaf Ahlers (50) und seine Mitstreiter vom ASB-Besuchshundedienst sehr oft.

Zwölf Hundebesitzer sind regelmäßig mit ihren Vierbeinern bei Senioren in Pflegeheimen zu Gast.

„Wir bringen Freude, wecken Erinnerungen und manchmal große Gefühle. Ich werde nie vergessen, wie ein alter Herr, ein verblichenes Foto seines Pudels aus der Tasche zog, mir zeigte und ihm dabei Tränen über die Wangen liefen“, erzählt Ahlers.

Doch meist sorgen Hunde- und Menschenfreund Ahlers und sein vierjähriger Hund Filou (frz. für Lausbub, Schlitzohr) für lächelnde Gesichter.

Wie bei Hildegard Hoffleuchters (89), deren Gesicht sich in hundert kleine Falten legt, als sie erzählt: „Filou hat meine Hand abgeleckt.“

Filou gibt auch Pfötchen wie hier bei Christine Riediger (81).
Filou gibt auch Pfötchen wie hier bei Christine Riediger (81).

Gemeinsam mit den anderen betagten Gästen der Tagespflege im ASB Seniorenheim Rembrandtstraße setzt sie zu einem begeisterten Applaus an, wenn der ungarische Jagdhund kleine Kunststücke vollbringt.

Der ehrenamtliche Besuchsdienst würde seine Arbeit gern erweitern und sucht deshalb neue Mitstreiter: „Eine Informationsveranstaltung dazu findet am 11. April in der Rembrandtstraße 15 statt“, so Ahlers.

Infos gibt‘s auch unter www.besuchshunde-chemnitz.de.

Fotos: Peter Zschage


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