Chemnitz: Pfandringe für Flaschensammler sind ein Flop

Chemnitz - Um es Flaschensammlern leichter zu machen, an Leergut zu kommen, hatte der Stadtrat vergangenes Jahr beschlossen, an Müllbehältern sogenannte Pfandringe anzubringen. Doch diese entpuppen sich als Flop.

Stadtrat Andreas Marschner (39, CDU).
Stadtrat Andreas Marschner (39, CDU).  © Maik Börner

In die Ringe sollen Passanten ihre Pfandflaschen abstellen, statt sie in den Müll zu werfen. Nach einem Jahr hat der Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb der Stadt Chemnitz (ASR) eine erste Bilanz gezogen.

Demnach haben sich die Pfandringe als nutzlos erwiesen. Sie seien nahezu immer leer, und Flaschensammler würden weiter die Mülleimer durchwühlen, sagte eine Sprecherin. Die CDU hatte die Aktion im Vorfeld als Geldverschwendung kritisiert.

Stadtrat Andreas Marschner (39, CDU): "Wir hatten uns damals intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt. Zum Thema Pfandringe gab es schon eine aussagekräftige Studie, die besagte, dass in anderen Kommunen die Akzeptanz der Bevölkerung gering ausfiel. Deshalb haben wir damals gegen den Beschlussantrag gestimmt", erklärt Marschner. Das Ergebnis sei also vorhersehbar gewesen, so der Stadtrat.

Ob die an fünf Standorten in der Innenstadt platzierten Pfandringe wieder abmontiert werden, soll erst im nächsten Jahr entschieden werden. Dann wird noch einmal Bilanz gezogen.

Pfandringe an Mülleimern,wie hier am Rosenhof, werden von den Chemnitzern wenig genutzt.
Pfandringe an Mülleimern,wie hier am Rosenhof, werden von den Chemnitzern wenig genutzt.  © Kristin Schmidt

Titelfoto: Kristin Schmidt

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