Asylhelfer zofft gegen Chemnitzer Justiz

Schimpft über die Chemnitzer Staatsanwälte: Michael Beyerlein (59).
Schimpft über die Chemnitzer Staatsanwälte: Michael Beyerlein (59).  © Sven Gleisberg

Chemnitz - Ist die Chemnitzer Justiz auf dem rechten Auge blind?

Michael Beyerlein (59), kirchlicher Beauftragter für Integrations- und Flüchtlingsfragen, ist auf Staatsanwälte nicht gut zu sprechen: "Die Justiz geht zu sanft mit rechten Störern um. So gerät unsere Demokratie in Gefahr."

Beyerlein, früher in Chemnitz und Aue tätig, heute in Bautzen, nennt Beispiele: "Ich wurde auf Facebook als "kleine dicke bayrische Nazisau" beschimpft. Meine Klage wurde eingestellt. Bei einer Integrationsmesse in Aue filmte mich NPD-Mitglied Stefan Hartung, machte den Film öffentlich und verließ den Saal trotz Aufforderung nicht. Verfahren eingestellt. Stefan Hartung belästigte vor vier Monaten die frühere CDU-Abgeordnete Uta Windisch mit der Kamera. Anzeige, aber bisher keine Entscheidung."

Mit Blick auf den Bürgermeister von Altena und den Pegida-Galgen warnt Michael Beyerlein: "Das Ganze hat System. Das sind keine leeren Drohungen mehr."

Ingrid Burghart (54), Sprecherin der Staatsanwaltschaft, weist die Kritik "entschieden" zurück. Juristen prüften jede Anzeige objektiv, egal, wer wen anzeige.

Burghart: "Dass Anzeigenerstatter manche Entscheidungen aus ihrer subjektiven Sicht heraus als zu milde oder ungerecht empfinden, ist nicht ungewöhnlich."

Das Verfahren von Uta Windisch laufe noch.

Michael Beyerlein mit seiner Frau Sissi.
Michael Beyerlein mit seiner Frau Sissi.  © Sven Gleisberg

Titelfoto: Sven Gleisberg


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0