Nach all den Vorfällen: Wird die Zenti bald komplett videoüberwacht?

Ordnungsbürgermeister Miko Runkel (56, parteilos) nimmt das Problem ernst.
Ordnungsbürgermeister Miko Runkel (56, parteilos) nimmt das Problem ernst.  © Klaus Jedlicka

Chemnitz - Kommt jetzt die Dauerüberwachung an der Zenti?

Wegen der ständigen Krawalle und Schlägereien (TAG24 berichtete) fordern einige Stadtratsfraktionen, schleunigst Videokameras an der Zentralhaltestelle zu montieren. Diese sollen bei der Aufklärung von Verbrechen helfen.

Die Fraktionsgemeinschaft CDU/FDP will in Kürze die Überwachung an der Zenti in den Stadtrat einbringen. "Reagieren wir nicht schnell auf das sich aufbauende Negativimage der Innenstadt, werden die Menschen der City zunehmend den Rücken kehren", so CDU-Fraktions-Chef Tino Fritzsche (55). "Das Sicherheitsgefühl der Bürger muss sich verbessern", erklärt der Chemnitzer Bundestagsabgeordnete Detlef Müller (52, SPD).

"Gerade am Brennpunkt Zenralhaltestelle könnten Kameras für Ermittlungen und Aufklärung hilfreich sein."

Die Fraktion B90/Grüne ist allerdings skeptisch. "Wer sich kriminell verhält, lässt sich auch nicht durch Kameras abschrecken", erklärt Abgeordnete Petra Zais (59). "Man sollte lieber die Ursachen der Eskalation ermitteln."

Ordnungsbürgermeister Miko Runkel (56, parteilos) nimmt das Problem ernst: "Überwachung ist aber keine kommunale Aufgabe. Die Verwaltung ist für das reine Ordnungsrecht zuständig. Dennoch wird es Gespräche geben, inwieweit das Thema im Bereich der Zenti wieder aufgegriffen werden kann."

Immer wieder kommt es an der Zentralhaltestelle zu brutalen Attacken.
Immer wieder kommt es an der Zentralhaltestelle zu brutalen Attacken.  © Harry Härtel/Haertelpress

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