Minderjährige Migranten: Petition für zwanghafte Altersbestimmung

Auch Pro-Chemnitz-Chef Martin Kohlmann (40) will verpflichtende Altersbestimmungen.
Auch Pro-Chemnitz-Chef Martin Kohlmann (40) will verpflichtende Altersbestimmungen.  © Sven Gleisberg

Aue/Chemnitz - Der Streit um die Altersbestimmung von minderjährigen Migranten hält an: Im Erzgebirge fordert ein Ex-Sozi einen Kurswechsel.

Der Auer Stadtrat Tobias Andrä (35, parteilos): "Das Alter von unbegleiteten minderjährigen Ausländern (Umas) im Erzgebirgskreis muss medizinisch untersucht werden." Er hat eine Petition an Landrat Frank Vogel (60, CDU) eingereicht. Andrä war 2015 aus der SPD ausgetreten.

"Bei der Erstregistrierung von Umas müssen generell Handknochenmessungen durchgeführt werden, um deren Alter exakt bestimmen zu können", so Pro-Chemnitz-Chef Martin Kohlmann (40).

"Aufgrund der aktuellen Geschehnisse in der Bundesrepublik ist die Diskussion des Themas durchaus begründet", so der Chemnitzer Ordnungsdezernent Miko Runkel (56, parteilos).

Hintergrund: Eine 15-Jährige war im Dezember im pfälzischen Kandel von einem Afghanen in einer Drogerie erstochen worden. Die Staatsanwaltschaft geht von Mord aus. Seitdem wird gestritten, ob der mutmaßliche Täter tatsächlich erst 15 Jahre alt ist.

Ex-SPD-Mann und parteiloser Auer Stadtrat Tobias Andrä (35) fordert vom Landratsamt, das Alter minderjähriger Migranten zu bestimmen.
Ex-SPD-Mann und parteiloser Auer Stadtrat Tobias Andrä (35) fordert vom Landratsamt, das Alter minderjähriger Migranten zu bestimmen.  © Maik Börner

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