Nach Gewalt und Randalen: Jugendeinrichtung wird aufgespalten

Chemnitz - Jetzt ist es endgültig: Der Kinder- und Jugendnotdienst (KJND) in der Flemmingstraße wird aufgespaltet. Das beschloss der Jugendhilfeausschuss am Dienstag. Zuvor hatten rabiate Jugendliche den Stadtteil Altendorf terrorisiert (TAG24 berichtete).

Bald Geschichte: Der Kinder- und Jugendnotdienst in der Flemmingstraße weicht zwei getrennten Wohnobjekten für auffällige unter-18-Jährige.
Bald Geschichte: Der Kinder- und Jugendnotdienst in der Flemmingstraße weicht zwei getrennten Wohnobjekten für auffällige unter-18-Jährige.  © Maik Börner

So überfielen im Mai zwei Mädchen (10, 11) eine Anwohnerin (66), schlugen diese auch zusammen. Gewalt gab es auch gegen Sachen: "Eine Gruppe von Jungs hat unsere Müllsäcke aufgeschlitzt, den Müll verteilt und gegen unsere Briefkästen getreten", so eine weitere Anwohnerin.

Die AWO betreibt die Einrichtung in der Flemmingstraße. Derzeit sind etwa 13 unter-18-jährige dort untergebracht.

Chef Jürgen Tautz (59): "Im Moment ist unser Klientel sehr aggressiv. Es handelt sich ausschließlich um Deutsche."

Der KJND wird nun in zwei Einheiten geteilt. Die Ausschreibung für geeignete Träger und Immobilien läuft, anvisiert ist das gesamte Stadtgebiet.

"Wir hätten eigentlich gerne noch mehr Einheiten, aber das wäre zu teuer", sagt Ausschussmitglied Maik Otto (41, SPD).

Titelfoto: Maik Börner