Laster-Krach an der B169: Lärm-Experte macht Anwohnern Hoffnung

Chemnitz - Der Kampf gegen den Straßenlärm an der B169 rund um die "Brettmühle" nimmt Fahrt auf. Auf Einladung der Bürgerplattform Nord-Ost diskutierte gestern Gunter Reichenbach (65), Lärmexperte im städtischen Umweltamt, mit genervten Anwohnern.

Bürgerversammlung an der B 169: Im Vordergrund diskutieren CDU-Stadtrat Michael Specht (34, l.) und Gunter Reichenbach (65, Umweltamt).
Bürgerversammlung an der B 169: Im Vordergrund diskutieren CDU-Stadtrat Michael Specht (34, l.) und Gunter Reichenbach (65, Umweltamt).  © Maik Börner

Seit Jahr und Tag beschweren sich die Bewohner über den Verkehrslärm.

Gunter Reichenbach machte den Anwohnern Mut. "Ich stelle fest, dass es sehr laut ist", brüllte er im Lärm der Laster.

Der Beamte will mit dem Tiefbauamt über eine erneute Verkehrszählung auf der Bundesstraße sprechen. Zudem ermunterte er die Bürger, bei der Stadt eine Senkung des Tempolimits von 70 auf 50 zu fordern. Dazu wird die Bürgerplattform Unterschriften der Anwohner sammeln.

Gegenwind erntete Reichenbach, als den Bürgern erklärte, dass Lärm nicht gemessen, sondern berechnet wird. Heidi Zehrtner (65): "Hier hält sich keiner an das Tempolimit. Die Berechnungen sind Schall und Rauch."

Ratsherr Michael Specht (34, CDU) sprach nach dem Ortstermin von einem Fortschritt für die Bürger. Jürgen Renz (46, SPD) will sich zudem für passiven Lärmschutz einsetzen."

Der Verkehrslärm nervt die Anwohner rund um die "Brettmühle".
Der Verkehrslärm nervt die Anwohner rund um die "Brettmühle".  © Maik Börner

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