Bankkunden um 1,1 Millionen Euro betrogen: Chemnitzer stehen in Bayern vor Gericht

Bamberg/Chemnitz - Vier Männer (22 bis 29) aus Chemnitz und Neukirchen müssen sich am Mittwoch vor dem Landgericht Bamberg wegen gewerbs- und bandenmäßigen Computerbetrugs verantworten.

Wegen Computerbetrugs müssen sich vier Chemnitzer vor dem Landgericht Bamberg verantworten.
Wegen Computerbetrugs müssen sich vier Chemnitzer vor dem Landgericht Bamberg verantworten.  © dpa/David Ebener

Sie sollen Sparkassenkunden mit sogenannten "Phishing-Mails" (gefälschte E-Mails) um insgesamt 1,1 Millionen Euro gebracht haben (TAG24 berichtete).

Laut Anklage schmiedeten sie mit zwei Unbekannten im Mai 2018 Tatpläne im "Darknet" (versteckter Teil des Internets).

Die Masche: Bankkunden sollten durch gefälschte E-Mails auf vermeintliche Sparkassenseiten gelockt werden und ihre Kontodaten eingeben. Die beiden Mittäter sollen Zugangsdaten über einen Cloudspeicherdienst zugespielt haben.

Die Angeklagten sollen dann Kontostände geprüft und TAN-Verfahren geändert haben, um Gelder weiter transferieren zu können. Insgesamt sind 17 Fälle angeklagt, in denen 1,1 Millionen Euro erbeutet worden sein sollen. 270 000 Euro konnten sich die Kunden zurückholen.

"Aufgrund der Gewerbsmäßigkeit liegt das Strafmaß zwischen einem und zehn Jahren Freiheitsstrafe", so Dr. Christian Pfab, Vize-Pressesprecher am Landgericht Bamberg.

Bis Februar 2020 sind Prozesstermine angesetzt.

Update, 15.39 Uhr: Zu den Vorwürfen wollen sich die Angeklagten im Alter von 22 bis 29 Jahren am nächsten Verhandlungstag Anfang November äußern, so der Gerichtssprecher. Im Falle einer Verurteilung drohen den Männern bis zu 15 Jahre Freiheitsstrafe.

Die vier Männer erbeuteten 1,1 Millionen Euro durch "Phishing-Mails".
Die vier Männer erbeuteten 1,1 Millionen Euro durch "Phishing-Mails".  © imago images/Westend61

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