Am Konzept wird festgehalten: OB Ludwig steht zum CFC

Chemnitz - Zum Thema CFC hält sich die Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (57, SPD) nach wie vor bedeckt. Im Rathaus-Gespräch reagierte sie zögerlich auf die Nachfragen der Journalisten. Am Finanzierungskonzept des Fußballvereins werde weiter festgehalten, betonte das Stadtoberhaupt jedoch mit Nachdruck.

Weist alle Vorwürfe von sich: Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (57, SPD).
Weist alle Vorwürfe von sich: Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (57, SPD).  © Kristin Schmidt

"Ein Verein hat es sowohl in der 4. als auch in der 3. Liga schwer, das hat nichts mit den Aktivitäten der vergangenen Woche zu tun", so ihre Begründung.

Bündnis 90/Die Grünen hatte eine Sondersitzung des Stadtrates zum Thema CFC gefordert: Die Vorfälle sollten aufgearbeitet und das beschlossene Finanzierungskonzept auf den Prüfstand gestellt werden. Doch OB Ludwig sah keinen Handlungsbedarf. Sie habe mit allen Fraktionen gesprochen und es wurde im gegenseitigen Einvernehmen festgestellt, dass eine Sondersitzung nicht nötig sei.

"Das ist eine glatte Lüge", behaupten die Grünen. "Wir fordern nach wie vor eine Sondersitzung und werden auch Unterschriften dafür sammeln." Die Oberbürgermeisterin verweist auf zwei geplante interne Gespräche mit der CFC-Mannschaft und den Spielern des Nachwuchsleistungszentrums, die noch in dieser Woche stattfinden sollen.

Zum Prozess um Alaa S., der derzeit in Dresden geführt wird, sagt sie: "Meine Hoffnung ist, dass der zweite mutmaßliche Täter noch gefunden wird. Das erwarten die Angehörigen und das erwarte ich auch." Eine Aufklärung von Gewaltverbrechen sei Teil von Schuld und Sühne und auch Teil unserer Kultur, so die OB.

An der Finanzierung für das Stadion des CFC will die Oberbürgermeisterin nichts ändern.
An der Finanzierung für das Stadion des CFC will die Oberbürgermeisterin nichts ändern.  © DPA

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