Niners-Vize Böttger: "Müssen uns erstmal nach hinten absichern!"

Applaus! Vizepräsident Sven Böttger sah 2017 trotz der aktuell nicht guten Tabellenposition seiner Niners zu Recht viel Gutes.
Applaus! Vizepräsident Sven Böttger sah 2017 trotz der aktuell nicht guten Tabellenposition seiner Niners zu Recht viel Gutes.  © Peter Zschage

Chemnitz - Sportlich läuft es derzeit für Niners ganz im Gegensatz zur Vorsaison nicht rund. Nur Rang elf steht nach 16 Spieltagen zu Buche. Trotzdem sieht Vizepräsident Sven Böttger vor dem ersten Spiel im neuen Jahr am Samstag gegen den Tabellenvorletzten Ehingen Urspring im TAG24-Interview fast nur Gutes.

TAG24: Herr Böttger, wenn Sie an das Jahr 2017 denken, was geht Ihnen dann als Erstes durch den Kopf?

Böttger: "Diese epischen fünf Spiele im Halbfinale gegen Gotha. Dieses Hochgefühl, die Emotionen nach dem um Sekunden verpassten Aufstieg. Das war der Höhepunkt des Jahres, ganz klar."

TAG24: Haben Ihre Niners das tragische Aus nicht verkraftet? Derzeit läuft es ja nicht.

Böttger: "Nein, daran liegt es nicht. Sportlich haben wir jetzt eine andere Situation, das ist eine neue Mannschaft. Man braucht nur in die 1. Liga zu schauen, Bamberg und Ulm geht es dort ähnlich wie. Nicht jede Saison ist wie die andere. 2017 bleibt für mich eher euphorisch in Erinnerung."

TAG24: Können Sie auch die Gründe dafür nennen?

Böttger: "Das Halbfinale hat uns so viel gegeben. Ich denke, wir sind zur Sportart Nummer 1 in Chemnitz geworden - mal vom Chemnitzer FC abgesehen. Wir haben neue Sponsoren gewonnen, etablierte langfristig gebunden. Die Stadt zieht mit, wir haben unser Umfeld viel professioneller aufgestellt. Die Erfolge haben geholfen, die Junioren-EM, die im Frühjahr stattfindet, nach Chemnitz zu holen. Wir hatten im Herbst das erste Länderspiel gegen Georgien hier. Wir sind zu einer Basketball-Hochburg geworden."

TAG24: Wie schätzen Sie die derzeitige Situation ein?

Böttger: "Wir sind nicht so gefestigt wie im Vorjahr, lassen uns zu leicht vom Kurs abbringen. Das haben die Niederlagen im X-Mas-Game gegen Karlsruhe und in Baunach gezeigt. Da stand es auf der Kippe, wir hatten die Nerven nicht. Das war in der Vorsaison anders, da haben wir die knappen Spiele gewonnen."

TAG24: Gotha lag im Vorjahr ähnlich wie die Niners jetzt weit hinten und ist am Ende aufgestiegen. Ein Mutmacher?

Böttger: "Das zeigt zumindest, das alles möglich ist. Doch dazu brauchen wir einen Lauf."

TAG24: Hat die Mannschaft das Zeug dazu?

Böttger: "Das ist gar nicht so die Frage. Wir müssen erstmal schauen, dass wir uns nach hinten absichern, dass da nichts passiert. Gelingt das, können wir nach oben blicken. Vorher nicht."

TAG24: Werden Sie personell noch einmal nachlegen?

Böttger: "Die Frage da ist doch, ob das was bringt. Ein Neuer muss sich erst einleben. Wir haben eine sehr hervorragende Nachwuchsarbeit, vielleicht bauen wir ein paar Talente ein. Das werden wir ganz genau besprechen. Das Transferfenster ist bis 31. Januar offen - und damit auch unsere Augen."


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0