Bauern-Aufstand: Warum Dutzende Trecker in Chemnitz demonstrieren

Chemnitz - Etwa 300 Landwirte aus der Umgebung rollten gestern mit 158 Treckern durch die Chemnitzer Innenstadt. Grund war die bundesweite Aktion "Land schafft Verbindung", die sich gegen das Agrarpaket richtete.

Rund 300 Landwirte demonstrierten gestern Mittag vor der Johanniskirche gegen das geplante Agrarpaket der Bundesregierung.
Rund 300 Landwirte demonstrierten gestern Mittag vor der Johanniskirche gegen das geplante Agrarpaket der Bundesregierung.  © Kristin Schmidt

Die Bundesregierung will damit unter anderem den Einsatz von Herbiziden einschränken, ein Tierwohl-Label auf Lebensmitteln und eine Umschichtung von EU-Geldern.

"Auf unserer Seite ist niemand. Wir werden ständig an den Pranger gestellt", schimpft Mitorganisator Georg Stiegler (32). Er selbst ist Ackerbauer aus Waldenburg. Das im September vorgestellte Agrarpaket der Bundesregierung habe die Protestwelle erst richtig ins Rollen gebracht.

"Keiner redet mit uns darüber. Wir müssen unsere hochwertige Landwirtschaft stärken und Billig-Importe stoppen, sonst verliert der Beruf immer mehr an Attraktivität", so Stiegler. Auf dem Parkplatz an der Johanniskirche wollte er mit dieser Aktion einen Appell an die Bundesregierung richten. "Wenn der nicht erhört wird, machen wir weiter."

In 17 deutschen Städten demonstrierten Tausende Bauern gegen die Pläne aus Berlin. Zentrum der Demos war Bonn mit 6000 Teilnehmern.

Mitorganisator Georg Stiegler (32) will - wie alle anderen Bauern in Deutschland - enger in die Entscheidungsprozesse der Regierung einbezogen werden.
Mitorganisator Georg Stiegler (32) will - wie alle anderen Bauern in Deutschland - enger in die Entscheidungsprozesse der Regierung einbezogen werden.  © Kristin Schmidt

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