Baurecht erteilt: So plant der VMS die Strecke von Aue nach Chemnitz

Chemnitz/Aue - Mit der Straßenbahn ins Erzgebirge: Schon im kommenden Jahr sollen die ersten Züge von Chemnitz bis nach Aue fahren. Das Eisenbahnbundesamt hat für die Ausbaustufe 2 des Chemnitzer Modells sein Okay gegeben.

Harald Neuhaus (62), Chef des VMS, zeigt wo es hingeht. Ab 2020 fahren die Hybridbahnen von Chemnitz bis nach Aue.
Harald Neuhaus (62), Chef des VMS, zeigt wo es hingeht. Ab 2020 fahren die Hybridbahnen von Chemnitz bis nach Aue.  © Kristin Schmidt

"Damit wird auch das Zwönitztal besser an das Oberzentrum Chemnitz angebunden. Für Touristen und Tagesausflügler ebenfalls eine attraktive Verbindung", sagte Harald Neuhaus (62), Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Mittelsachsen (VMS).

Der Baubeginn für die 47 Kilometer lange Straßenbahn-Eisenbahn-Trasse von Chemnitz über Thalheim nach Aue ist für den 30. Juli vorgesehen. Ende 2020 sollen die ersten Züge fahren.

Genutzt werden überwiegend vorhandene Gleise der Deutschen Bahn. Diese müssen jedoch noch verbunden werden mit den Schienen der Straßenbahn, die derzeit in der Nähe der Universität enden.

Neben Gleisen werden neun Brücken, sechs Bahnhöfe, vier ÖPNV-Verknüpfungsstellen, Park+Ride-Plätze und Haltepunkte gebaut. Gesamtkosten: 65 Millionen Euro (60 Prozent Bund, 30 Prozent Freistaat, 10 Prozent VMS).

Bislang gibt es drei Linien, die Chemnitz mit den Städten Stollberg, Hainichen und Burgstädt verbindet. Im vergangenen Jahr nutzten erstmals mehr als drei Millionen Fahrgäste die Kombination aus Straßenbahn und Regionalbahn.

In den nächsten Stufen will der VMS noch Oelsnitz/E., Limbach-Oberfrohna (jeweils 2020) sowie Cranzahl und Olbernhau (Zeitplan offen) anbinden.

VMS-Stufenmodell: Die Strecken in Grün sind bereits ausgebaut. Alles Weitere in Grau soll noch folgen.
VMS-Stufenmodell: Die Strecken in Grün sind bereits ausgebaut. Alles Weitere in Grau soll noch folgen.  © VMS
Hier, am Bahnhof in Aue, sollen die VMS-Trams bald ankommen.
Hier, am Bahnhof in Aue, sollen die VMS-Trams bald ankommen.  © Uwe Meinhold

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