Darum werden so viele Bauprojekte in Chemnitz einfach verschoben

An einigen Abschnitten kann der Brühl-Boulevard nicht umgestaltet werden, räumte das Tiefbauamt ein.
An einigen Abschnitten kann der Brühl-Boulevard nicht umgestaltet werden, räumte das Tiefbauamt ein.  © Peter Zschage

Chemnitz - Die Bauwirtschaft boomt - und Chemnitz leidet darunter. Weil immer mehr Baufirmen keine Zeit mehr haben für städtische Aufträge, fallen dieses Jahr gleich vier Maßnahmen aus.

Auf TAG24-Nachfrage räumte das Tiefbauamt ein, dass der Brühl-Boulevard im Bereich Zöllner-/Elisenstraße 2017 nicht mehr umgestaltet werden könne.

Eigentlich sollte diese Maßnahme schon im August beginnen und im Juni 2018 fertig sein. Daraus wird nichts. Die Stadt rechnet jetzt mit einem Baubeginn April 2018.

Auch weitere Baustellen kann die Stadt nicht eröffnen, weil Firmen „gar keine oder ausgesprochen hohe Angebote“ auf städtische Ausschreibungen abgeben.

Das betrifft auch die neue Ringbuslinie rund um das Zentrum. Die dafür nötigen Haltestellen-Neubauten kommen erst 2018. Bis dahin müssen CVAG-Passagiere mit Provisorien leben. Ebenfalls erst 2018 kann die Stadt mit den Außenanlagen an der Waisenstraße beginnen. Auch sind provisorische Zugänge geplant.

Die verzögerten Baustellen sind nicht nur ärgerlich, sie kosten die Stadt auch mehr Geld - durch Bau von Provisorien und das erneute Ausschreibungs-/Vergabeverfahren 2018.

In Zwickau hat die Stadt ähnliche Probleme mit überforderten Bauunternehmen. Dort beknien die Ämter inzwischen schon Firmen, Baustellen anzufangen.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0