Chemnitz versinkt im Baustellen-Chaos! Hier wird's jetzt richtig eng

Die Frankenberger Straße ist ab der Ebersdorfer Höhe stadtauswärts voll 
gesperrt.
Die Frankenberger Straße ist ab der Ebersdorfer Höhe stadtauswärts voll gesperrt.  © Sven Gleisberg

Chemnitz - Chaostage oder nur der übliche Stau? Chemnitz hat sich in eine Stadt der Bagger und Betonmischer verwandelt: Pünktlich zum Ferienbeginn wird allerorts gebuddelt - 16 Straßenbaustellen behindert aktuell den Verkehr.

Die Frankenberger Straße ist ab Ebersdorfer Höhe voll gesperrt. Die Umleitung führt über Niederwiesa. Das war so nicht geplant: „Da leistungsfähige Umleitungsstrecken fehlen und eine Vollsperrung der Straße aufgrund ihrer Bedeutung ausgeschlossen ist, müssen die Bauarbeiten halbseitig ausgeführt werden“, so Baudezernent Michael Stötzer (44, Grüne) im Oktober.

Eine halbseitige Sperrung entspreche aber nicht mehr den gesetzlichen Vorschriften der Arbeitsstättenrichtlinie. Zwischen Autos und Bauarbeitern wäre zu wenig Abstand.

Heute geht auch die Einsiedler Hauptstraße zwischen Funkstraße und Wiesenufer bis Ende Juli vom Netz. Auf 410 Metern gibt es neuen Asphalt. „Darauf haben wir lange gewartet“, sagt Ortsvorsteher Falk Ulbrich (49, CDU).

„Trotzdem gibt die Stadt Chemnitz zu wenig für Straßenunterhalt aus.“ Acht Millionen Euro seien jährlich nötig. „Seit 2003 sind es nur drei Millionen Euro. Das reicht nicht“, so Ulbrich.

Insgesamt behindern derzeit 16 Baustellen den Verkehr. Lichtblick: Nach knapp zwei Jahren Bauzeit ist rund um die Reichenhainer Straße und den Stadlerplatz Entspannung in Sicht.

Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (55, SPD) eröffnet morgen die neue, 1,2 Kilometer lange Fraunhoferstraße. Kosten: rund 4,5 Millionen Euro.

Eine Dauerbaustelle geht zu Ende. Die Fraunhoferstraße wird am Mittwoch  eröffnet.
Eine Dauerbaustelle geht zu Ende. Die Fraunhoferstraße wird am Mittwoch eröffnet.  © Sven Gleisberg

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