Terroristin Zschäpe ist wieder in Sachsen

Chemnitz - Die Rechtsterroristin Beate Zschäpe (44) ist seit Montag wieder in Chemnitz.

Beate Zschäpe während des NSU-Prozesses in München.
Beate Zschäpe während des NSU-Prozesses in München.  © DPA

Die 44-Jährige, die im vergangenen Jahr zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, wurde am Montag von der Justizvollzugsanstalt München in das Gefängnis in Chemnitz verlegt. Dies geschah in Abstimmung der Justizministerien in Bayern und Sachsen.

Den Angaben zufolge verliefen der Transport und die Aufnahme reibungslos.

Zschäpe war bereits 2011 einige Tage in Chemnitz in U-Haft. Das blieb ihr in positiver Erinnerung: Sie habe in Chemnitz nicht so gefroren, wie in Köln, auch hatte sie in Chemnitz einen Warmwasseranschluss, hieß es Anfang Dezember, als bekannt wurde, dass die 44-Jährige wieder nach Chemnitz wolle. Den Wunsch in ein heimatnahes Gefängnis zu kommen hatte sie bereits vor dem NSU-Prozess geäußert.

Beate Zschäpe war die Hauptangeklagte im NSU-Prozess um die Verbrechen des "Nationalsozialistischen Untergrunds" angeklagt. Der Prozess endete im Juli 2018 nach mehr als fünf Jahren. Zschäpe wurde unter anderem des zehnfachen Mordes für schuldig befunden. Zudem sprach sie das Gericht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung schuldig. Zschäpe hatte demnach gemeinsam mit ihren Freunden Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos die rechtsextreme Terrorgruppe NSU gegründet. Die Anwälte der 44-Jährigen hatten Revision angekündigt.

Recherchen im Zusammenhang mit dem "Nationalsozialistischen Untergrund" hatten schon vor Jahren ergeben, dass das Netzwerk der NSU-Kontakte in Chemnitz mit am dichtesten war. Ende der 1990er Jahre tauchten Beate Zschäpe sowie Uwe Mundlos und Uwe Bönhardt in Chemnitz ab und konnten sich in der Zeit auf ihre Kontakte verlassen.

Die Justizvollzugsanstalt in Chemnitz.
Die Justizvollzugsanstalt in Chemnitz.  © Peter Zschage

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