Beitragsfreies Kita-Jahr und einiges mehr: Das hat der Stadtrat jetzt beschlossen

Chemnitz - Nun ist es offiziell: Chemnitzer Eltern müssen für das letzte schulvorbereitende Kita-Jahr keine Beiträge zahlen. Das beschloss gestern der Stadtrat. Einige Fraktionen wünschten sich jedoch eine Erweiterung in Bezug auf die Verbesserung der Erzieher-Ausbildung. Auch dieser Vorschlag wurde mehrheitlich angenommen.

Der Neumarkt soll für Chemnitzer und Besucher attraktiver werden.
Der Neumarkt soll für Chemnitzer und Besucher attraktiver werden.  © Klaus Jedlicka

Seit dem 1. April profitieren Familien, deren Kinder vor dem Schuleintritt eine Kindertageseinrichtung in Chemnitz besuchen, von dem Beschluss. Dabei ist es unerheblich, ob die Eltern ihren Wohnsitz in Chemnitz haben oder außerhalb.

Nach derzeitigem Stand betrifft dies für das aktuelle Jahr insgesamt 2210 Kinder. Positiv ist auch der geringe Verwaltungsaufwand. Ohne jede Antragstellung ist eine Entlastung für betreffende Familien gesichert.

Bei einem weiteren Thema waren sich die Fraktionen auffallend einig: Die Chemnitzer Innenstadt muss attraktiver gemacht werden. Dazu wurde ein Beschluss zur entgelt- und gebührenfreien Flächennutzung mit großer Mehrheit angenommen. Bei öffentlichen Veranstaltungen im Innenstadtbereich zahlen Akteure künftig nichts. Dies soll zur Belebung beitragen.

Der Vorschlag der Grünen, sechs Bäume auf dem Neumarkt zu pflanzen, wurde allerdings von den Fraktionen abgelehnt.

Demo zeigte Wirkung

Die Kinder der Grundschule Schönau verschafften sich lautstark Gehör.
Die Kinder der Grundschule Schönau verschafften sich lautstark Gehör.  © Kristin Schmidt

Jetzt reicht es den Eltern und Schülern der Grundschule Schönau: Kurz vor Beginn der Stadtratssitzung forderten sie lautstark und mit Schildern und Pfeifen ausgestattet, vor dem Rathaus: "Lieber Stadtrat! Wir brauchen Eure Hilfe! Bitte stoppt diesen Irrsinn!"

Es geht um die Pläne, nur eine neue Klasse für Schulanfänger im kommenden Schuljahr einzurichten (TAG24 berichtete). Es liegen jedoch genug Anmeldungen für eine zweite 1. Klasse vor. Die betreffenden Kinder müsste zugunsten der Oberschüler zurückstecken und wahrscheinlich mit dem Bus ins entfernte Reichenbrand fahren.

Bürgermeister Ralph Burghardt (47, CDU), zuständig für Bildung, Jugend, Soziales, Kultur und Sport, zeigte sich gesprächsbereit und versprach den Demonstranten vor Ort eine Lösung für das Problem.

Mit den Eltern im Gespräch: Bürgermeister Ralph Burghardt (47, CDU) versprach eine Lösung des Problems.
Mit den Eltern im Gespräch: Bürgermeister Ralph Burghardt (47, CDU) versprach eine Lösung des Problems.  © Kristin Schmidt

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