Nach versuchter Entführung: Bordell-Trio vor Gericht

Steffen P. (39) wurde gestern in Handschellen zum Prozess gebracht.
Steffen P. (39) wurde gestern in Handschellen zum Prozess gebracht.

Von Ronny Licht

Chemnitz - Das Bordell „Belin“ in Altchemnitz (Paul-Gruner-Straße 111) kommt nicht zur Ruhe. Schon wieder wird vorm Amtsgericht ein handfester Streit unter den ehemaligen Chefs verhandelt. Diesmal geht es um eine versuchte Entführung.

Angeklagt ist unter anderem Steffen P. (39). Der Chemnitzer soll gemeinsam mit Marcel S. (26) und Simone R. (50) geplant haben, seinen ehemaligen Geschäftspartner Torsten K. (35) zu entführen.

Grund: Die beiden hatten sich um Geld gestritten.

Laut Anklage lockte das Trio den Bordell-Chef zum Bahnhof Gelobtland bei Marienberg. Dort sollte Torsten K. einen Schuldschein über 5000 Euro unterschreiben.

Auch Marcel S. (26) ist angeklagt, die Entführung mit geplant zu haben.
Auch Marcel S. (26) ist angeklagt, die Entführung mit geplant zu haben.

Auch eine Entführung war offenbar geplant, sollte K. die Unterschrift verweigern.

Dumm gelaufen: Weil das Opfer im Vorfeld Wind von der Aktion bekam, überwachte die Polizei die Handys der Beteiligten. Als das Trio am Bahnhof auf sein Opfer wartete, klickten die Handschellen.

Der Prozessbeginn wurde gestern nach einer halben Stunde auf den 12. November vertagt - Simone R. ist laut Attest verhandlungsunfähig.

Steffen P. war bereits wegen einer Attacke auf seinen Ex-Partner verurteilt worden - vorm Landgericht Chemnitz kassierte er 14 Monate Haft ohne Bewährung, weil er Torsten K. schon einmal wegen Geldstreitigkeiten entführt und verprügelt hatte.

Fotos: Haertelpress


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