Bundestagswahl 2017: Sie vertreten Chemnitz in Berlin

Frank Heinrich (CDU)
Frank Heinrich (CDU)  © Harry Härtel/Haertelpress

Chemnitz - Ein Platzhirsch der CDU und zwei Mal Müller in Berlin: Drei Chemnitzer vertreten die Stadt im Deutschen Bundestag. Einer davon ist eine große Überraschung.

Etablierte Parteien haben verloren, Chemnitz könnte gewinnen: Die Stadt könnte mit mehr Stimmgewalt im Bundestag vertreten sein. Neben Frank Heinrich (53, CDU) zieht auch FDP-Mann Frank Müller-Rosentritt (35) recht überraschend über Listenplatz 3 ins neue Parlament ein.

"Kommt es zu einem Jamaika-Bündnis aus CDU, FDP und Grünen, hätten wir zwei Chemnitzer Abgeordnete in der Regierungskoalition“, sagt Frank Heinrich.

Auch Frank Müller-Rosentritt sieht "das Chemnitzer Bild in Berlin gestärkt". Detlef Müller (53, SPD) ist trotz Niederlage der Genossen auf Listenplatz 4 Bundestag geschlittert, nimmt auf der Oppositionsbank Platz.

Achtungserfolg ohne Belohnung? AfD-Mann Nico Köhler (41) ist mit 24,01 Prozent der Erststimmen Platzhirsch Frank Heinrich (26,55 Prozent) zwar nur knapp unterlegen, sein Listenplatz 14 in Sachsen reicht dennoch nicht für einen Sitz im Bundestag. "Das Super-Wahlergebnis zeigt aber: Wir haben den Nerv der Chemnitzer getroffen."

Déjà-vu bei den Grünen: Nach Petra Zais (60) 2013 scheitert auch Meike Roden (26) auf dem Listenplatz 3 der Grünen beim Kampf um ein Bundestagsmandat. "Schade, aber ich schaue nach vorn."

Mit Michael Leutert (43, Linke) aus Bad Schlema und dem Dresdner Stephan Kühn (38, Grüne) werden sich zwei weitere Abgeordnete für Chemnitzer Belange einsezten.

Michael Leutert (Linke)
Michael Leutert (Linke)
Frank Müller-Rosentritt (FDP)
Frank Müller-Rosentritt (FDP)  © Volker Beyer/ DigiArt
Detlef Müller (SPD)
Detlef Müller (SPD)  © Peter Zschage, dpa

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