Birkenpollen haben Sachsen im Griff: Spitzen-Belastung quält Allergiker

Chemnitz - Alarmstufe Rot für Allergiker: In den vergangenen sonnigen Tagen ist die Pollenbelastung explosionsartig gestiegen. Umweltmediziner Dr. Mario Hopf (59) von der Landesuntersuchungsanstalt warnt: "Die Zahl der Birkenpollen geht raketenmäßig in die Höhe."

Massenhaft Birkenpollen machen Allergikern zu schaffen.
Massenhaft Birkenpollen machen Allergikern zu schaffen.  © Kristin Schmidt

Noch vor einer Woche hatte die Mess-Station in der Zschopauer Straße gerade mal 28 Birkenpollen pro Kubikmeter Luft registriert. Inzwischen ist der Wert auf mehr als das 50-Fache gestiegen: 1531 Birkenpollen zählten die Umweltmediziner unter dem Mikroskop aus. "Dabei gelten für Allergiker schon 50 Birkenpollen pro Kubikmeter als hohe Belastung", so Hopf.

Eigentlich hatte der Experte für dieses Jahr mit einem eher mäßigen Pollenflug gerechnet. "2018 war ein sogenanntes Mastjahr mit einer besonders starken Baumblüte. Danach folgt eigentlich ein weniger intensives Jahr.

Allerdings könnte der relativ milde Winter dazu geführt haben, dass es ausnahmsweise ein zweites Mastjahr gibt." Für das Phänomen spricht auch eine besonders starke Eschenblüte. Bei dieser Baumart gelten 75 Pollen pro Kubikmeter als starke Belastung. Die aktuellen Werte liegen bei mehr als 500.

Entwarnung ist nicht in Sicht. Ohne Aussicht auf Regen sagt der Polleninformationsdienst weiterhin eine starke Belastung mit Birkenpollen voraus.

Umweltmediziner Dr. Mario Hopf (59) wertet die Pollenproben am Mikroskop aus.
Umweltmediziner Dr. Mario Hopf (59) wertet die Pollenproben am Mikroskop aus.  © Kristin Schmidt
Markus Naake (35) entnimmt in der Landesuntersuchungsanstalt die Probe aus der Pollenfalle.
Markus Naake (35) entnimmt in der Landesuntersuchungsanstalt die Probe aus der Pollenfalle.  © Kristin Schmidt

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