Blutige Messer-Attacke: Muss die Täterin in die Psychiatrie?





Heba A. (25) muss sich vorm Landgericht verantworten.
Heba A. (25) muss sich vorm Landgericht verantworten.  © Harry Härtel/Haertelpress

Chemnitz - Zwei blutige Messer-Attacken brachten Heba A. (25) am Montag vors Landgericht. Gefährliche Körperverletzung lautet die Anklage. Jetzt müssen die Richter entscheiden: Knast oder Maßregelvollzug?

Die Übergriffe geschahen im Juni 2015 im Chemnitzer Heckertgebiet. Erst verletzte die junge Frau aus Libyen einen tunesischen Bekannten mit einem Küchenmesser an der Schulter.

Dann rammte sie die Waffe (20 Zentimeter Klingenlänge) in eine Tür. Außerdem wehrte sie sich gegen ihre Festnahme. Eine Woche später wurde eine Bekannte das Opfer, erlitt Verletzungen am Arm und am Unterschenkel.

Nach der zweiten Festnahme wurde Heba A. von Gutachtern untersucht, kam aus der Untersuchungshaft in den Maßregelvollzug. Hier wird sie betreut.

Ihre Therapeutin Ines H. (38) sagte am Montag: "Sie hörte Stimmen, war desorientiert." Auch die Staatsanwaltschaft berichtet von einer Schizophrenie-Erkrankung - Heba A., die vor Gericht schwieg, leidet offenbar unter einer gespaltenen Persönlichkeit. Damit wäre sie schuldunfähig und müsste in Behandlung statt ins Gefängnis.

Jetzt werden noch Zeugen und Gutachter gehört, danach über das Strafmaß entschieden. Ein Urteil wird Ende März erwartet.

Titelfoto: Harry Härtel/Haertelpress


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