Sechs Drohungen in vier Wochen: Chemnitzer Bombendroherin lässt Prozess-Auftakt platzen

Chemnitz - Ihren Prozessauftakt am Dienstag am Amtsgericht blieb die mutmaßliche Bombendroherin Christin S. (35) schlichtweg fern. Sechs Drohungen gegen das Jugendamt soll die Chemnitzerin im Oktober und November 2018 ausgesprochen haben.

Die Drohungen wurden jedesmal von Telefonzellen (im Foto Augustusburger Straße/ Höhe Steinhaus, dritte Drohung) abgesetzt.
Die Drohungen wurden jedesmal von Telefonzellen (im Foto Augustusburger Straße/ Höhe Steinhaus, dritte Drohung) abgesetzt.  © Harry Härtel/Haertelpress

Sowohl Verteidiger als auch Betreuer wussten nicht, wo sich Christin S. am Dienstag genau aufhielt.

Darum konnte sie auch nicht von der Polizei vorgeführt werden, wie das sonst durchaus üblich ist.

Das Amtsgericht will nun einen neuen Verhandlungstermin festlegen.

Die Bombendrohungen wurden stets von Telefonzellen abgesetzt, legten jedesmal für Stunden die Innenstadt lahm.

Fünfmal musste die Polizei das Jugendamt evakuieren, nach Sprengsätzen suchen. Beim sechsten Drohanruf wurde die Angeklagte beobachtet - Festnahme (TAG24 berichtete).

Grund für die Taten war wohl ein Sorgerechtsstreit. Christin S. drohen Geldstrafe oder bis zu drei Jahren Haft. Die Stadt Chemnitz begleitet den Prozess als Adhäsionskläger: Wegen der Moritzhof-Evakuierungen und Arbeitsausfällen soll die Angeklagte 65.000 Euro zahlen.

Insgesamt sechs Bombendrohungen soll Christin S. gegen das Jungendamt ausgesprochen haben.
Insgesamt sechs Bombendrohungen soll Christin S. gegen das Jungendamt ausgesprochen haben.  © Jan Härtel

Titelfoto: Jan Härtel

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