Chemnitzer Bombendroher vor Gericht

Chemnitz - Ab Montag muss sich ein Mann (65) vor dem Chemnitzer Amtsgericht verantworten, der mehrfach mit Bomben im Stadtgebiet gedroht hatte.

Nach der Bombendrohung wurde das Weindorf geräumt, erst eine Stunde später konnten die Gäste zurückkehren.
Nach der Bombendrohung wurde das Weindorf geräumt, erst eine Stunde später konnten die Gäste zurückkehren.  © privat

Der 65-jährige Manfred B. soll zwischen Dezember 2017 und August 2018 sechs Bombendrohungen ausgesprochen haben. Die Drohungen richteten sich unter anderem gegen die Zentralhaltestelle, den Kaufhof und das Weindorf.

Die Drohung gegen das Weindorf ging Anfang August gegen 19 Uhr ein. Das Gelände musste daraufhin geräumt werden. Neben der Polizei war auch die Feuerwehr im Einsatz. Nach einer Stunde konnte Entwarnung gegeben werden (TAG24 berichtete).

Der Mann wurde einen Tag nach der Tat dem Amtsgericht vorgeführt. Seitdem sitzt er in U-Haft.

Bei der letzten Drohung ermittelte die Polizei bereits gegen den Senior, denn bei einer Drohung Mitte Juli, die sich gegen den Kaufhof richtete, nannte der Mann seinen Namen. Als die Polizei in wenig später vorläufig festnahm, hatte er 2,62 Promille intus.

Dem 65-Jährigen droht eine Haftstrafe, denn für den Missbrauch von Notrufen kann es bis zu einem Jahr Haft gegen, für die Störung des öffentlichen Friedens bis zu drei Jahren. Zudem droht eine Geldstrafe. Noch ist unklar, ob er auch die Kosten für die Polizeieinsätze tragen muss.

Update, 12.30 Uhr:

Das Amtsgericht verurteilte Manfred B. am Montag zu drei Jahren, ordnete allerdings statt Haft eine zweijährige Therapie (Entzug) an. Wenn der Entzug gut läuft, könnte die restliche Strafe erlassen werden.

Im Juli drohte der Mann mit einer Bombe im Kaufhof.
Im Juli drohte der Mann mit einer Bombe im Kaufhof.  © Harry Härtel/Haertelpress

Titelfoto: Harry Härtel/Haertelpress

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