Bombendrohungen in Chemnitz: 10.000 Euro vorläufige Einsatzkosten

Die Sachsen-Allee musste am 29.12.2016 komplett evakuiert werden.
Die Sachsen-Allee musste am 29.12.2016 komplett evakuiert werden.  © Andreas Kretschel

Chemnitz - Die Polizeieinsätze wegen Bombendrohungen gegen zwei Einkaufscenter Ende vorigen Jahres in Chemnitz haben nach einer vorläufigen Aufstellung rund 10.000 Euro gekostet. Das sagte ein Polizist am Donnerstag als Zeuge im Prozess am Amtsgericht gegen den 36-jährigen Angeklagten.

Danach stünden für den Einsatz am 29. Dezember 2016 am Shoppingcenter Sachsenallee 7.561 Euro zu Buche, für die Maßnahmen am Tag darauf an der Galerie Roter Turm 2.445 Euro.

Die Summe kann sich den Angaben zufolge erhöhen, wenn zum Beispiel die Mannschaftswagen mit mehr Beamten besetzt gewesen waren als derzeit berechnet. Es blieb offen, ob die Kosten für die Anforderung von Sprengstoffspürhunden bereits eingerechnet wurden.

Seit einem Monat steht der Tatverdächtige vor Gericht. Die Anklage lautet auf Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten. Dem Chemnitzer wird vorgeworfen, gegen die Einkaufscenter jeweils per Online-Fax Bombendrohungen ausgesprochen zu haben.

Das erste von mehreren Drohschreiben am 30. Dezember war mit "Allahu Akbar" ("Allah ist groß") unterzeichnet. In der Folge hatten damals jeweils rund 4.000 Menschen die Einkaufscenter verlassen müssen. Der Angeklagte hat die Tatvorwürfe bestritten. Der Prozess wird am 11. Dezember (13.00 Uhr) fortgesetzt.

Auch gegen die Galerie Roter Turm lag im Dezember 2016 eine Bombendrohung vor.
Auch gegen die Galerie Roter Turm lag im Dezember 2016 eine Bombendrohung vor.  © Harry Härtel/Haertelpress

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