Brennstoffzellen-Zoff zwischen Bayern und Sachsen: "Blanker Unsinn!"

Thomas von Unwerth, Thomas Melczer, Martin Uhlmann und Qiang Wang (v.l.) mit einem Proton-Brennstoffzellensystem.
Thomas von Unwerth, Thomas Melczer, Martin Uhlmann und Qiang Wang (v.l.) mit einem Proton-Brennstoffzellensystem.  © Kristin Schmidt

Chemnitz - Schmierenkomödie um die Brennstoffzellenforschung: Die Firma Proton Motor Fuel Cell aus Bayern droht der Chemnitzer Firma FCP Fuel Cell Powertrain mit rechtlichen Schritten, sollte sie die eigene Technik kopieren. Aus Chemnitz kommt als Antwort: "Blanker Unsinn", so der FCP-Chef Thomas Melczer (58).

Der Ärger der Firma Proton hat einen Grund: 2015 schenkte sie der TU Chemnitz ein Brennstoffzellensystem. Die TU-Forschung auf dem Gebiet leitet Prof. Thomas von Unwerth (51), der auch Teilhaber der 2017 gegründeten Firma FCP ist.

Proton-Vertriebsvorstand Manfred Limbrunner (48) warnt: "Wir beobachten genau, was in Chemnitz entsteht. Falls bei FCP unser Knowhow auftaucht, behalten wir uns rechtliche Schritte vor."

"Gegen solche Unterstellungen verwahren wir uns", poltert Thomas Melczer. "Wir haben Herrn Limbrunner bereits abgemahnt."

Die FCP Fuel Cell Powertrain forscht am Wasserstoff-Auto und ist ein Joint Venture mit Partnern aus Sachsen und China.


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