Bedrohtes Viadukt bekommt Denkmal-Tafeln

Johannes Rödel (49) will das markante Eisenbahn-Viadukt retten.
Johannes Rödel (49) will das markante Eisenbahn-Viadukt retten.

Chemnitz - Chemnitz stemmt sich gegen den geplanten Abriss des Eisenbahn-Viadukts in der Annaberger Straße: Der Verein Viadukt e. V. lässt anlässlich des Tages des offenen Denkmals zwei Denkmaltafeln an dem Bauwerk anbringen. 

Die feierliche Enthüllung übernimmt am Sonntag Baubürgermeister Michael Stötzer (44). Dazu spielen Musiker der Robert-Schumann-Philharmonie.

Vereins-Chef Johannes Rödel (49): „Die Tafeln informieren über die Geschichte des Denkmals und darüber, dass sein Bestand derzeit bedroht ist.“ Dazu gibt’s am Sonntag zwischen 11 und 17 Uhr ein Brückenfest mit Führungen zu Historie, Bautechnik und dem Stand der Bemühungen um die Erhaltung der historischen Stahlanlage.

Rödel: „Das Planfeststellungsverfahren, zu dem es mehr als 500 Einwände gegen den Abriss gab, läuft. Wann das Eisenbahnbundesamt entscheidet, ist derzeit nicht absehbar. Bisher gab es noch keinen Anhörungstermin.“

Die Deutsche Bahn will das 1909 fertiggestellte Viadukt zugunsten eines breiteren Betonbaus abreißen. Seit 2013 regt sich Widerstand dagegen. Inzwischen sprachen sich auch Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (54, SPD) und Ministerpräsident Stanislaw Tillich (57, CDU) öffentlich gegen einen Abriss aus.


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