Für 600.000 Euro! Stadt macht Brühl wieder schick

Künstlerin Peggy Albrecht (42) freut sich, dass sich auf dem Brühl etwas 
tut.
Künstlerin Peggy Albrecht (42) freut sich, dass sich auf dem Brühl etwas tut.  © Sven Gleisberg

Chemnitz - Was lange vernachlässigt wurde, erstrahlt langsam in neuem Glanz: Die Stadt treibt die Modernisierung des Brühl-Boulevards mit großen Schritten voran. Rund 600.000 Euro fließen in die Neugestaltung.

Pflanzen, barrierefreie Podeste, neue Sitze und auch der "ZUHAUSE"-Schriftzug, der ursprünglich in der Heinrich-Zille-Straße stand, hat nun seinen neuen Platz auf dem Brühl gefunden.

Zuvor hat die Stadt den Schriftzug aufarbeiten lassen. "Die Kosten für die Sanierung und die Umsetzung an den Knotenpunkt Brühl/Elisenstraße betragen rund 28.000 Euro", so eine Stadtsprecherin. "Die Installation fungiert gleichzeitig als Diagonalsperre, um Durchgangsverkehr zu verhindern."

Vier Sitzringe, 90 Sitzwürfel kommen hinzu, die gleichfalls den Verkehr leiten sollen. Für die Beton-Elemente, die mit Naturstein veredelt wurden, ließ die Stadt 63.500 Euro springen. Drei neue Hochbeete kosteten 25.000 Euro. "Weiterhin erfolgte der barrierefreie Umbau und die Sanierung von vier Podesten", so die Stadt.

"Die Kosten für die Gesamtmaßnahme ,Aufwertung Brühl‘ betragen rund 600.000 Euro."

Anwohner und Geschäftsinhaber freut’s: Künstlerin Peggy Albrecht (42) ist mit ihrem Geschäft "Spangeltangel" seit 2006 auf dem Brühl zu finden. „Ich finde es toll, dass sich nun sichtbar etwas tut. Jetzt muss nur noch die Begrünung wachsen."

Im ehemaligen Café "Brühlaffe" soll bald eine Bar eröffnen.
Im ehemaligen Café "Brühlaffe" soll bald eine Bar eröffnen.  © Uwe Meinhold

Häuser, Energie, Bibliothek - so geht’s am Brühl voran


2014 kaufte die Unger-Gruppe zehn Häuser, saniert sie Stück für Stück. Investition bis Ende 2017: zwölf Millionen Euro.

Im August 2015 begannen die Bauarbeiten an der Aktienspinnerei. Für 49,5 Millionen Euro soll bis 2018 die neue Uni-Bibliothek entstehen.

Im September 2016 stellte der Energieversorger Eins die Solarthermie-Anlage in der Georgstraße fertig. 130 Häuser am Brühl können mit sonnenerwärmtem Wasser beheizt werden. Investition bis 2020: zehn Millionen Euro.

Für 2017 plant die GGG ein Projekthaus am Brühl 69: Den Rohbau übernimmt die GGG, den Innenausbau künftige Bewohner.

Nach jahrelangem Verfall wird der Brühl langsam wieder zu einem lebenswerten 
Viertel.
Nach jahrelangem Verfall wird der Brühl langsam wieder zu einem lebenswerten Viertel.  © Sven Gleisberg

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