Stadt will Wochenmärkte abschaffen: Wie geht es im Streit weiter?

Chemnitz - Der Streit um die kleinen Wochenmärkte geht weiter. Nachdem die Stadt angekündigt hatte, die Standorte am Brühl und im Heckert zu schließen, hat der Stadtrat eine Fortführung beschlossen (TAG24 berichtete). Das Ordnungsamt will die Märkte dennoch abschaffen.

SPD-Stadtrat Jörg Vieweg (47) will die Rückkehr der kleinen Wochenmärkte.
SPD-Stadtrat Jörg Vieweg (47) will die Rückkehr der kleinen Wochenmärkte.  © Maik Börner

Kleine Märkte seien nicht mehr wirtschaftlich, sagt die Verwaltung. Aber die drei bis vier Händler für Brot, Wurst und Gemüse dürften eine Sondernutzung an den alten Plätzen beantragen - nicht mehr beim Marktwesen, sondern im Tiefbauamt.

Deshalb habe die Stadt die Stromversorgung auf den Marktplätzen Georgstraße und Ikarus vorerst abgeschaltet. Bäckerin Anja Voigt (31) bekam von der Stadt das Angebot, die Stromzähler für sich und ihre Händlerkollegen zu übernehmen. Sie will dazu mit der Stadt reden.

SPD-Stadtrat Jörg Vieweg (47) lehnt das Verfahren ab: "Wir fordern eine Weiterführung der regulären Wochenmärkte. Dazu gehört die Stromversorgung durch die Stadt."

Beliebt bei den Kunden: Die Marktstände an der Georgstraße.
Beliebt bei den Kunden: Die Marktstände an der Georgstraße.  © Maik Börner

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