Stadt lässt denkmalgeschützte Fontäne lieber vergammeln als erneuern

Pelzmühlen-Betreiber André Gruhle (42) hofft, dass die Fontäne 2019 wieder auf Vordermann gebracht wird.
Pelzmühlen-Betreiber André Gruhle (42) hofft, dass die Fontäne 2019 wieder auf Vordermann gebracht wird.  © Sven Gleisberg

Chemnitz - Seit 17 Jahren ist der Brunnen an der Pelzmühle trocken. Nun will ein Privatier den Fontänen-Betrieb mitfinanzieren, doch die Stadt lehnt eine Sanierung ab - kein Geld im Haushalt.

Rostige Rohre und Regler, Unkraut in den Ritzen: Der Brunnen an der Pelzmühle gleicht einem Trauerspiel. Rund 160.000 Euro würde eine Sanierung der denkmalgeschützten Fontäne kosten, sagt ein Rathaussprecher. "Die Summe ist nicht im Haushalt eingestellt."

Seit 2000 ist der Brunnen außer Betrieb. Pelzmühlen-Betreiber André Gruhle (42): "Vielleicht klappt es ja 2019 mit der Sanierung." Er würde auch einen Teil der Betriebskosten übernehmen. Von 5.000 Euro Zuschuss ist die Rede. Mit 12.000 Euro jährlichen Kosten rechnet das Rathaus.

Das Areal rund um Pelzmühle und Tierpark boomt. Zahlreiche Sommerfrischler tummeln sich. Für den Tierpark wird ein Masterplan erarbeitet (TAG24 berichtete). Und auf dem Pelzmühlenteich kann wieder gegondelt werden.

Viel Publikum birgt aber auch Gefahren in sich: "Für spielende Kinder ist die verrostete Brunnenanlage eine große Gefahr“, sagt Stadträtin Solveig Kempe (36, CDU). Aus dem Rathaus heißt es dazu nur knapp: „Das Betreten des Brunnenbeckens ist nicht gestattet."

Der Brunnen an der Pelzmühle rottet vor sich hin. Vor 17 Jahren drehte das Rathaus das Wasser ab. Die Sanierung würde 160 000 Euro kosten.
Der Brunnen an der Pelzmühle rottet vor sich hin. Vor 17 Jahren drehte das Rathaus das Wasser ab. Die Sanierung würde 160 000 Euro kosten.  © Peter Zschage
Der rostende Brunnen ist eine Gefahr für spielende Kinder, sagt Solveig Kempe (36, CDU).
Der rostende Brunnen ist eine Gefahr für spielende Kinder, sagt Solveig Kempe (36, CDU).  © Uwe Meinhold

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