Bundestagswahlen 2017: So wählt Chemnitz und die Region

Die Chemnitzer Kandidaten (obere Reihe, v.l.): Frank Heinrich (CDU), Detlef Müller (SPD), Michael Leutert (Linke), (untere Reihe, v.l.): Nico Köhler (AfD), Toni Rotter (Piraten), Meike Roden (Grünen), Frank Müller-Rosentritt (FDP)
Die Chemnitzer Kandidaten (obere Reihe, v.l.): Frank Heinrich (CDU), Detlef Müller (SPD), Michael Leutert (Linke), (untere Reihe, v.l.): Nico Köhler (AfD), Toni Rotter (Piraten), Meike Roden (Grünen), Frank Müller-Rosentritt (FDP)  © Patzig, Zschage, Börner, PR, Volker Beyer/DigiArt

Chemnitz - Nur noch wenige Stunden, dann schließen die Wahllokale und das Warten auf die Hochrechnungen und die Ergebnisse beginnt. Wir haben noch einmal eine Übersicht zu den Chemnitzer Bundestagskandidaten zusammengestellt.

  • Frank Heinrich (53, CDU) sitzt seit 2009 im Bundestag. Er will sich bei einer Wiederwahl für eine moderne Infrastruktur (Fernanbindung der Bahn), flächendeckend schnelles Internet und mehr Sicherheit einsetzen. Zudem will er die Altersarmut bekämpfen.
  • Detlef Müller (53, SPD) hatte bereits von 2005 bis 2009 einen Sitz im Bundestag inne und ist nun seit 2014 erneut Mitglied. Sollte er den Einzug in den Bundestag wieder schaffen, will er sich für eine solidarische Bürgerversicherung engagieren und gegen die Zweiklassenmedizin ankämpfen. Außerdem ganz oben auf seiner Agenda: Der Fernbahnanschluss für Chemnitz und freie Bildung in Kitas und Unis
  • Michael Leutert (43, Linke) ist seit 2005 Mitglied des Bundestages. Sein zentrales Thema ist die Rente, armutssicher soll sie sein. Auch eine Kinder-Grundsicherung will er einführen. Bildungseinrichtungen sollen gut ausgestattet werden, um allen dieselben Chancen zu bieten. Er kämpft außerdem für einen Mindestlohn von 12 Euro
  • Frank Müller-Rosentritt (34, FDP) will sich für bundesweit einheitliche Bildungsstandarts, höhere Bildungsausgaben und flächendeckend schnelles Internet einsetzen. Chemnitz soll zudem zum deutsches Gründerzentrum werden, wo sich Unternehmer und Gründer wohlfühlen.
  • Nico Köhler (41, AfD) fordert das Ende von Kinder-, Familien- und Altersarmut. Es soll Volksabstimmungen nach Schweizer Vorbild geben, die GEZ-Gebühren abgeschafft werden und straffällige und abgelehnte Asylbewerber abgewiesen werden.
  • Meike Roden (26, Grünen) kämpft für die solidarische Bürgerversicherung, dazu für den Ausbau betrieblicher Gesundheitsförderung. Außerdem setzt sie sich für erneuerbare Energien ein, will die Braunkohlemeiler vom Netz nehmen. Ein modernes Einwanderungsgesetz aber auch einen besseren Personalschlüssel in den Kitas will sie erreichen.
  • Toni Rotter (28, Piraten): Transparenz ist sein Wahlkampfthema. Mehr Mitbestimmung, zum Beispiel durch ein Recht auf Akteneinsicht. Auch hier steht die Bürgerversicherung auf der To-Do-List. 15 Euro Mindestlohn und ein bedingungsloses Grundeinkommen fordert Rotter. Und er setzt sich für gerechte und schnellere Digitalisierung ein.

Aktuelle Reaktionen unserer Politiker zur Wahl und die ersten Ergebnisse gibt es hier im Ticker. Alle Infos zu den Wahlergebnissen findet hier.

20.55 Uhr:

Nach Auszählung von 161 der 173 Wahlkreisen sieht es in Chemnitz wie folgt aus:

© Screenshot/Chemnitz.de

20.40 Uhr:

Die Wahlbeteiligung für Chemnitz wird aktuell mit 75 Prozent angegeben. Zwickau lag um 16 Uhr bei 62 Prozent.

20 Uhr:

Die vorläufigen Ergebnisse für Chemnitz sehen laut chemnitz.de aktuell wie folgt aus:

Frank Heinrich (CDU): 26,86 Prozent

Detlef Müller (SPD): 15 Prozent

Michael Leutert (Linke): 19,09 Prozent

Nico Köhler (AfD): 24,69 Prozent

Meike Roden (Grüne): 4 Prozent

Frank Müller-Rosentritt: 6,55 Prozent

Toni Rotter (Piraten): 0,95 Prozent

© Pro Picture/Ralph Köhler

19.50 Uhr:

Die ersten Hochrechnung für einige Landkreise sind da:

© Screenshot/Sachsen.de

19.34 Uhr:

Die Wahlbeteiligung in Chemnitz lag bis 16 Uhr bei 54 Prozent, sachsenweit bei 49 Prozent.

19.30 Uhr:

Die ersten Auszählungsergebnisse sind da: In Dorfchemnitz holt die AfD 47 Prozent, die CDU 33 Prozent und die SPD 8 Prozent.

19.21 Uhr:

Die AfD ist im Osten Deutschlands bei der Bundestagswahl am Sonntag laut einer Hochrechnung zweistärkste Partei. Wie der MDR online nach Infratest dimap berichtet, erreichte die AfD in den Ost-Ländern und dem Osten Berlins 21,5 Prozent der Stimmen. Wahlsieger ist auch im Osten die Union mit 26,5 Prozent, die Linke bekommt demnach 16,5 Prozent und die SPD 14,5 Prozent der Stimmen. Die FDP erreicht 8 Prozent der Stimmen, die Grünen 6 Prozent.

19 Uhr:

Der Chemnitzer SPD-Politiker Detlef Müller begrüßt die Entscheidung zur Opposition.

18.45 Uhr:

Der sächsische FDP-Generalsekretär Torsten Herbst hat das Comeback der Liberalen als Riesenerfolg gewertet. "Die Sehnsucht vieler Bürger nach einer freiheitlichen Kraft, die einen starken Kontrast zur satten und selbstzufriedenen schwarz-roten Koalition sowie zu linken Umverteilungsparteien bietet, war offenbar groß", betonte er am Sonntagabend in Dresden.

18.40 Uhr:

Sachsens SPD-Parteichef Martin Dulig hat das Ergebnis der Bundestagswahl als bittere Niederlage für seine Partei bezeichnet. Die SPD werde die Rolle der Opposition annehmen, sagt Dulig am Sonntag in Dresden. Es sei richtig, dass man auch Konsequenzen ziehen müsse: "Das ist ein bitterer Tag. Aber ich finde, heute kann sich kein Demokrat freuen", sagte er mit Blick auf das Abschneiden der AfD. Es würden nun Abgeordnete im Bundestag sitzen, die man als "Post-Faschisten" bezeichnen müsse. Das sei für die Sozialdemokraten mit ihrer Geschichte besonder bitter.

18.35 Uhr:

Laut Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat die Union trotz herber Verluste ihre wichtigsten Wahlziele erreicht. Sollten sich die Zahlen bestätigen, könne die Union weiter die Bundesregierung unter einer Kanzlerin Angela Merkel (CDU) anführen, sagte er am Sonntagabend im MDR-Fernsehen. Zugleich gebe das Ergebnis der Union und dem bisherigen Koalitionspartner SPD aber die Frage auf, "was haben wir falsch gemacht", sagte Tillich.

© Sven Gleisberg

18.10 Uhr

Die Wahlbeteiligung in Chemnitz ist laut Stadt in der Mittagszeit schon höher gewesen, als vor vier Jahren. Lag um 12 Uhr bei 31,6 Prozent.

Titelfoto: Patzig, Zschage, Börner, PR, Volker Beyer/DigiArt


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