Um die Fahrer zu schützen: CVAG verkauft keine Monatskarten mehr im Bus

Fahrer Marcel Morgenstern (37) kämpfte auch beim Krisengipfel um mehr Sicherheit für sich und seine Kollegen.
Fahrer Marcel Morgenstern (37) kämpfte auch beim Krisengipfel um mehr Sicherheit für sich und seine Kollegen.  © Harry Härtel/Haertelpress

Chemnitz - Ein nächster Schritt ist gemacht: In den Bussen der CVAG werden ab Donnerstag keine Monatskarten mehr verkauft. Grund: Das Bargeld zog in den letzten Monaten vermehrt Räuber an, es kam zu schlimmen Überfällen, ein Fahrer (37) wurde dabei im April diesen Jahres sogar schwer verletzt (TAG24 berichtete).

Vor knapp drei Wochen trafen sich rund 120 der 270 Busfahrer zu einem großen Krisengipfel mit ihren Chefs und dem Betriebsrat. Schon dort beklagten die Fahrer, dass das viele Bargeld im Bus attraktiv für Kriminelle sei. Eine Arbeitsgruppe tüftelte danach erste Maßnahmen aus. CVAG-Vorstand Jens Meiwald (54): "Je weniger Bargeld auf den Bussen zu vermuten ist, desto geringer sind die Begehrlichkeiten danach." Einzelfahrten und Wochenkarten werden aber weiterhin auch von den Fahrern verkauft.

Außerdem hatte die CVAG angekündigt, dass neu gekaufte Busse in Zukunft mit einer Sicherheitstür für die Fahrer ausgestattet sind. Die ersten 13 Fahrzeuge im Wert von knapp vier Millionen Euro sollen noch dieses Jahr geliefert werden. Security fährt jetzt öfter Streife an den oftmals dunklen Endhaltestellen. Und ab 2018 soll schrittweise ein bargeldloses Bezahlsystem eingeführt werden.

Automaten wie in den Straßenbahnen wird es in den Bussen hingegen nicht geben - die Geräte halten die Erschütterungen beim Fahren nicht aus.

CVAG-Vorstand Jens Meiwald (54) stoppt den Verkauf von Monatskarten im Bus.
CVAG-Vorstand Jens Meiwald (54) stoppt den Verkauf von Monatskarten im Bus.  © Uwe Meinhold

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