"Es drohte Zahlungsunfähigkeit!": Deshalb geht der CFC in Insolvenz

Chemnitz - Sportlich am Abgrund, finanziell am Ende: Der CFC hat die Reißleine gezogen!

Vorstandsvorsitzender Andreas Georgi.
Vorstandsvorsitzender Andreas Georgi.  © Harry Härtel/Haertelpress

Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen am Montagabend einstimmig den Gang zum Amtsgericht. Dort stellte der Verein am Dienstag den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens (TAG24 berichtete).

Es war offenbar der letzte Ausweg, um den Verein vor dem Ruin zu bewahren. "Eine positive Fortführungsprognose war auch auf Grund der sportlichen Entwicklung nicht gegeben. Es drohte die Zahlungsunfähigkeit", erklärt CFC-Präsident Andreas Georgi.

Die Chemnitzer wollen sich mit der geordneten Insolvenz von der immensen Schuldenlast befreien. Aktuell drücken den Drittligisten Verbindlichkeiten von über 2,5 Millionen Euro.

Georgi: "Wir hätten uns mit Liquiditätsreserven und kurzfristigen Darlehen noch ein Stück über Wasser halten können. Doch das hätte das Problem nur in die Zukunft verschoben."

Jetzt hat der Insolvenzverwalter das Sagen. Eine Eigenverwaltung ist nicht geplant. "Das gehört in professionelle Hände", betont Georgi, selbst Rechtsanwalt.

Den Insolvenzverwalter bestellt das Amtsgericht. Laut TAG24-Informationen haben die Chemnitzer mit Klaus Siemon einen erfahrenen Mann vorgeschlagen. Der Jurist aus Düsseldorf begleitete in der Vergangenheit bereits den VFC Plauen und FSV Zwickau durch finanziell schwierige Zeiten.

Sportvorstand Steffen Ziffert plant bereits für die Regionalliga: "Das Trainerduo will weitermachen. Und es gibt genügend Spieler, die auch in der vierten Liga für den CFC auflaufen wollen", sieht Ziffert in Chemnitz weiterhin eine lukrative Adresse.


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