Großer Zoff beim CFC: Coach Köhler macht seinem Ärger Luft

CFC-Trainer Sven Köhler will endlich wissen, wie es mit seinem Vertrag weitergeht.
CFC-Trainer Sven Köhler will endlich wissen, wie es mit seinem Vertrag weitergeht.  © Picture Point

Chemnitz - Friede, Freude, Eierkuchen herrschte nach dem 4:2 gegen Wehen Wiesbaden keineswegs. Zwar lobte CFC-Trainer Sven Köhler die tolle Moral seiner Mannschaft. Vor laufender MDR-Kamera übte der sonst eher zurückhaltende und sachliche 51-Jährige aber auch harsche Kritik.

Nicht an seinen Spielern, sondern an der Vereinsführung. Hintergrund ist die Vertragssituation des Fußball-Lehrers. Steigt der CFC auf, würde sich Köhlers Beschäftigungsverhältnis um weitere zwölf Monate bis 2018 verlängern. Bleiben die Chemnitzer drittklassig (und danach sieht es aus), wäre am 30. Juni Schluss!

"Es ist eine sehr schwierige Situation, weil automatisch Unruhe entsteht. Was ich vermisse, ist ein klares Statement vom Verein", erklärte Köhler: "Wenn wir die ganz großen Ziele hatten und unbedingt aufsteigen wollten, dann frage ich mich schon, warum wir es als eine von wenigen Mannschaften nicht geschafft haben, im Winter ins Trainingslager zu fahren, obwohl wir im Sommer auf ein sehr teures Trainingslager verzichtet haben."

Allerdings zielt Köhlers Kritik ein Stück weit ins Leere. Der FSV Zwickau liefert das beste Beispiel dafür ab, dass man sich auch in heimischen Gefilden gezielt vorbereiten kann.

Die Elf von Trainer Torsten Ziegner holte in 14 Spielen 32 Punkte. Trotz der Niederlage in Lotte (1:2) stellen die Westsachsen das mit Abstand beste Rückrundenteam - und das ohne Wintercamp! Der CFC hat seit Jahresbeginn lediglich 19 Zähler erkämpft.


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